Eulberg ist stolz auf seine Mannschaft

Regionalliga Nord: Goslarer SC kehrt mit einem 1:1 vom VfL Wolfsburg II zurück

Mit einem 1:1 (1:1) im Gepäck kehrte der Goslarer SC vom Gastspiel bei der Bundesliga-Reserve des VfL Wolfsburg zurück. „Das war die beste erste Hälfte der Saison“, war Trainer Frank Eulberg auch Stunden nach der Partie noch stolz auf seine Mannschaft. Die hatte nicht nur bewiesen, dass es auch ohne die zuletzt überragend auftrumpfenden Tezcan Karabulut (Knieverletzung) und den Rot gesperrten Mazan Moslehe geht, sondern auch den Rückstand nach 19 Minuten prima weggesteckt.
„Wir haben richtig tollen Fußball gespielt“, zeigte sich Eulberg ungewohnt euphorisch. Der erste der von ihm erhofften Bonuspunkte gegen nicht nur einen seiner Liga-Favoriten wurde eingeheimst, das „gibt Zuversicht für die nächsten schweren Aufgaben.“ Dabei mussten die Kaiserstadt-Kicker die Hoffnung auf ein „zu Null Spiel“ relativ schnell begraben. Nach einem Einwurf setzten sich die Jung-Wölfe auf dem Flügel durch, konnten eine Flanke in den Strafraum bringen. Dort lauerte der immerhin 24 Zweitliga-Spiele vorweisende Danko Boskovic, der zwar mit dem Rücken zum Tor den Ball annahm, sich aber so geschickt und geschmeidig um Verteidiger Alessandro Caruso drehte, dass er in Schussposition kam und zum 1:0 traf (19.).
Doch die Kaiserstadt-Kicker, die in dieser Saison schließlich schon mehrfach einen Rückstand egalisieren konnten, zeigten sich nicht geschockt, sondern eben ausgezeichneten Fußball, und das gegen eine der sowohl technisch als auch spielerisch sicher versiertesten Mannschaften der Liga. „Und dann klappte einmal einer unserer Freistoßtricks“, freute sich Eulberg spitzbübisch. Blerim Rrustemi lief an der Gästemauer entlang, Peter Endres täuschte einen seiner gefürchteten Schüsse an, legte aber den Ball Rrustemi in den Lauf. Und dieser nagelt nicht auf das Tor, sondern legt den Ball clever quer auf den lauernden Muhamed Alawie, der zum verdienten Ausgleich trifft (31.).
Die zweite Hälfte gestaltete sich „zu einer Reifeprüfung für die Mannschaft“, hatte Eulberg auch hier wenig zu meckern. „Wir hatten gewaltigen Druck auszuhalten gegen eine sehr gute Mannschaft“, skizziert er gerade die Phase nach Wiederanpfiff. Da galt es ganz besonders auch viele Flanken abzuwehren, da stets die Konzentration zu halten. Doch irgendwann ließ auch dieser Druck etwas nach, die Kaiserstadt-Kicker konnten selbst wieder einige Nadelstiche setzen. Und mit etwas Glück hätte einer der Konter, „von denen wir einige recht gute gespielt haben“, auch noch im Netz landen können. Karsten Fischer und Corvin Behrens hatten da wohl die aussichtsreichsten Chancen. So blieb es letztlich bei einem verdienten 1:1, mit dem sich der GSC sicher hervorragend anfreunden kann. Wermutstropfen ist lediglich die fünfte Gelbe Karte gegen Peter Endres. „Er zeigte sich zuletzt sehr stabil und gut in Form“, so Eulberg, dem auch die Qualitäten bei den Standards von Endres gegen Werder Bremen II fehlen werden. Da wird auch Moslehe nach dem Rot gegen Lübeck noch einmal fehlen, „zwei Spiele Sperre lautet das Strafmaß“, teilte Eulberg mit.
Jetzt freut sich die Mannschaft auf den Kräftevergleich am Freitag um 17 Uhr in der S-Arena. Dann nicht gegen eine Bundesliga-Reserve, sondern da gastiert dann Euro-League-Starter Hannover 96 zum freundschaftlichen Kräftemessen.

Goslarer SC: Nico Lauenstein – Tim Rubink, Christopher Kolm, Alessandro Caruso, Peter Endres – Karsten Fischer, Mirhudin Kacar – Garrit Golombek (90. Nils Pölzing), Blerim Rrustemi, Corvin Behrens – Muhamed Alawie (81. Justin Eilers).

Tore: 1:0 Boskovic (19.), 1:1 Alawie (31.)