Goslarer SC weiter auf demWeg nach oben

Regionalliga: Mazan Moslehe trifft beim 4:1 gegen den FC St.Pauli doppelt

Mit 4:1 (1:0) beim FC St. Pauli II gelang dem Goslarer SC der dritte Sieg in Folge und bereits der dritte auf fremdem Platz in dieser Regionalliga-Saison. Mit nun 13 Punkten haben sich die Goslarer zunächst einmal in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt. Mazan Moslehe gelangen dabei wie schon gegen Rehden der erste und der letzte Treffer in der Partie für die Kaiserstadt-Kicker.
Insgesamt startete der GSC gut in die Partie. Die erste große Chance gehörte allerdings den Platzherren. Corvin Behrens und Peter Endres waren bei einer Flanke auf den zweiten Pfosten nicht ganz auf dem Posten, Paulis Brückner kommt frei an den Ball, jagt ihn aber weit über das Gehäuse der Kaiserstadt-Kicker. „Da hatten wir Glück“, gestand GSC-Trainer Frank Eulberg, der danach „eine sehr stabile Hälfte“ seiner Mannschaft zu sehen bekam. Und ein wunderschön heraus gespieltes Führungstor. Tezcan Karabulut legte dem flinken Mazan Moslehe auf und der verwandelte sicher zur schnellen Führung (14.).
Allerdings galt es auch einen kleinen Tiefschlag zu überstehen. Nach einer halben Stunde musste Alessandro Caruso mit Muskelverhärtung vom Platz „bevor Schlimmeres entsteht“, so Eulberg. Blerim Rrustemi rückte von der Spielmacherposition in die Viererkette und Karabulut vom Flügel in die zentrale Rolle. Das klappte ohne einen Einbruch im Spiel. So hatte nach einem Pass von Karsten Fischer Moslehe sogar das 2:0 auf dem Fuss, scheiterte aber an Pauli-Keeper Pliquett.
„Defensiv weiter so gut stehen und ein schnelles 2:0 nachlegen“, lautete Eulbergs Forderung zur Pause, die zumindest zum Teil auch sofort umgesetzt wurde. Denn die Partie lief gerade wieder vier Minuten, da schlug das derzeit hervorragend harmonierende Duo Karabulut/Moslehe erneut zu. Doch diesmal servierte Moslehe und Karabulut krönte seine erneut starke Leistung mit dem 2:0. Pauli erhöhte nun den Druck, wollte sich nicht ergeben. Nach einer Ecke hatte der GSC eigentlich die Gefahr schon bereinigt, doch wieder einmal war es eine „zweite Welle“, der die Kaiserstadt-Kicker nicht standhielten. Pini erzielte den Anschluss und brachte Pauli wieder ins Spiel (65.).
Die Hanseaten wollten nun mehr, warfen alles nach vorne. Um den Druck von der Defensive zu nehmen, wechselte Eulberg aber mit Muhamed Alawie einen weiteren Stürmer ein. Das brachte nicht nur den erwünschten Erfolg, sondern Alawie erzielte auch wieder ein Tor. Nach dem Tiefpunkt gegen Oldenburg, als er frei und ohne Not vor dem Tor versagte, kommt der bullige Stürmer langsam wieder in Fahrt. „Er hat sich neues Selbstvertrauen im Spitzenspiel der Bezirksliga geholt, wo er zwei Tore schoss und zwei vorbereitete“, erklärt Eulberg. Nun traf er zum zweiten Mal in der Regionalliga. Der zweite Treffer in der Partie durch Moslehe war dann das Sahnehäubchen in der Nachspielzeit.
Kommenden Sonntag kommt nun der VfB Lübeck in die S-Arena. „Die gehören nicht ans Tabellenende“, weiß Eulberg, der vom VfB einen starken Auftritt beim 0:0 in Bremen sah. Er prophezeit: Das wird eine harte Nuss.“


Goslarer SC: Nico Lauenstein – Tim Rubink, Alessandro Caruso (29. Garrit Golombek), Christopher Kolm, Peter Endres – Karsten Fischer, Mirhudin Kacar – Tezcan Karabulut (87. Nils Pölzing), Blerim Rrustemi, Corvin Behrens (77. Muhamed Alawie) – Mazan Moslehe

Tore: 0:1 Moslehe (14.), 0:2 Karabulut (49.), 1:2 Pini (65.), 1:3 Alawie (90.), 1:4 Moslehe (90.+5)

Schiedsrichter: Imke Lohmeyer (Brinkum)

Zuschauer: 160