Grizzly Adams gewinnen Meisterschaftsrevanche

Vor 1600 Zuschauern in Braunlage setzt sich Wolfsburg mit 3:2 n.P. gegen die Eisbären Berlin durch

Braunlage (rk). Die Grizzly Adams Wolfsburg haben die Meisterrevanche gegen die Eisbären Berlin knapp für sich entschieden. Vor über 1600 Zuschauern im Braunlager Wurmbergstadion nahm der DEL-Vizemeister beim 3:2-(0:1, 1:0, 1:1, 1:0)-Penalty-Sieg damit zumindest ein bisschen Rache für die verlorene Endspielserie in der vergangenen Saison. Tyler Haskins versenkte den entscheidenden Penalty für die Wolfsburger.
Im ersten Drittel übernahmen zunächst die Berliner das Kommando auf dem Eis, folgerichtig gingen die Eisbären durch einen platzierten Schuss des dänischen Nationalspielers Mads Christensen in die rechte, untere Ecke in Führung (6. Minute). Die größte Chance, die Führung weiter auszubauen, vergaben die Berliner bei einer 4-auf-1-Situation, als der direkte Abschluss gesucht wurde, Wolfsburgs Keeper Lukas Lang aber auf dem Posten war (17.).
Im zweiten Drittel fanden die Grizzlys besser ins Spiel und gestalteten die Partie ausgeglichen. Nach 28 Minuten erzielte David Laliberté den 1:1-Ausgleich, der trotz einiger Chancen auf beiden Seiten bis zur zweiten Pause bestand hatte. So trafen die Berliner noch vor dem Ausgleich nur das Torgestänge (23. Minute), konnten sich nach dem Wolfsburger Treffer aber auf ihren Torwart Rob Zepp verlassen, der mehrmals gut zupackte.
Beide Teams zogen im Schlussabschnitt das Tempo an, mit Vorteilen zunächst für die Eisbären. Den ersten Punktsieg landeten aber die Grizzlys, Matt Dzieduszycki entschied einen herzhaften Faustkampf gegen Berlins Dominik Bielke unter dem Applaus der Fans zu seinen Gunsten. Nur Sekunden später jubelten dann die Berliner Fans. Sven Felski setzte sich auf der rechten Seite durch und zog zum Tor, den Pass verzögerte der Routinier so geschickt, dass Wolfsburg Nathan Paetsch schließlich mit dem Puck ins eigene Gehäuse rutschte (50. Minute). Die Niedersachsen antworteten auf den erneuten Rückstand mit entschlossenen Angriffen. Paetsch war es vorbehalten, drei Minuten vor dem Ende sein Eigentor-Missgeschick mit einem satten Schuss in den Winkel wieder auszubügeln. Im abschließenden Penaltyschießen hatten die Wolfsburger das bessere Ende, Paetsch und Haskins trafen, während auf Berliner Seite der aus Schierke stammende Jens Baxmann den Puck nur an die Latte nagelte und Felski gegen Lang vergab.
„Für die Zuschauer war es ein spannendes und gutes Spiel mit einem knappen Ergebnis. Jens Baxmann hat bei seinem Heimspiel eine starke Leistung gezeigt“, sagte nach Spielschluss Berlins Coach Don Jackson. Zufrieden war Wolfsburgs Manager Charlie Fliegauf: „Wir haben nach einer langen Serie von Niederlagen endlich einmal wieder gegen die Eisbären gewonnen. Ab Mitte der Partie waren wir die bessere Mannschaft und hätten vielleicht schon in der regulären Spielzeit die Partie entscheiden können.“ Lobend erwähnten beide Seiten die gute Stimmung im Stadion, der auch der leichte Nebel im halboffenen Rund keinen Abbruch tat. „Für unsere Spieler sind die äußeren Umstände sicher etwas ungewöhnlich und eine Erinnerung an frühere Zeiten“, meinte Jackson mit Blick auf das für DEL-Verhältnisse ungewohnte Umfeld. Dem pflichtete Fliegauf schmunzelnd bei: „Es ist eben eine Rückkehr zu den Wurzeln.“

Statistik: Tore: 0:1 Christensen (L. Braun) 5:09, 1:1 D. Laliberté (Hospelt, Dzieduszycki) 28:42, 1:2 Felski (Pohl, Baxmann) 49:37, 2:2 Paetsch (Milley, Hospelt) 56:58, 3:2 Haskins (PEN) 60:00.

Strafen: Wolfsburg 12 + 10 für Dzieduszycki – Berlin 10 + 10 für Bielke.

Überzahlvergleich: Wolfsburg 0/3 – Berlin 0/4.

Zuschauer: 1600.