GSC 08 findet gegen Betonabwehr kein Mittel

Diese Aktion gegen Karabulut (2 .von rechts) schmerzte den GSC-Kicker zwar, wurde aber nicht als Foulspiel geahndet. (Foto: Kluge)

Oberliga Niedersachsen: 0:0-Unentschieden im Spiel der Goslarer gegen den SCLangenhagen

Goslar (cfk). Hauptsponsor Folkert Bruns brachte es auf den Punkt. „Die hätten noch Stunden spielen können, heute hätten die kein Tor geschossen“, unkte er nach dem äußerst unverdienten 0:0 seines Goslarer SC in der Oberligapartie gegen den SC Langenhagen. Denn während der GSC pausenlos anlief, stand der Gast dicht gestaffelt um den eigenen Strafraum und ließ die Kaiserstadt-Kicker kaum durch.
Und während Nico Lauenstein im Tor der Gastgeber in den 90 Spielminuten sage und schreibe einen Ball halten muss­te, allerdings ohne sich dabei sonderlich anstrengen zu müssen, bekam sein Gegenüber Alexander Dlugaiczyk mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen. Als er dann einmal tatsächlich geschlagen war, bekam er Hilfe von Schiedsrichter Bruno Brito da Rocha aus Heidenau, der irgendwo ein Abseits erkannt hatte. Mirhudin Kacar, der mit einem Kopfball unter die Latte des Gästetores wuchtete, kann jedenfalls nicht im Abseits gestanden haben.
„Wenn es blöd läuft, kassieren wir sogar noch ein Tor und verlieren solch ein Spiel“, erinnerte Lauenstein nach der Partie an den Konter der Gäste kurz vor dem Schlusspfiff. Doch die starke Innenverteidigung mit Slavomir Lukac, der sich diesmal allerdings ein, zwei Lässigkeiten erlaubte, und dem eifrigen Alessandro Caruso konnte auch hier souverän klären, bevor Lauenstein eingreifen musste.
Doch ein Mittel gegen das engmaschige Netz der beiden Viererketten, mit denen Langenhagen agierte, kannten auch sie nicht. Teilweise stand die Deckung der Gäste, die bei weitem nicht das technische und spielerische Potential wie der Gastgeber zu bieten hatten, so dicht, dass sie sich fast wie ein Reißverschluss miteinander verzahnte. Und da, der eigentlich Trägheit von Beton zum Trotz, sich diese Verteidigungsmauer passabel vor und zurück schob, gelang den Kaiserstadt-Kickern auch über die Flügel herzlich wenig.
Blerim Rrustemi mühte sich zentral ebenso wie Filip Sajbidor, doch gab es kein Durchkommen. Fernschüsse wie den Sajbidors, der auf direktem Weg Richtung Winkel war, oder Corvin Behrens sehenswerte seitliche Volleyabnahme fischte entweder Dlugaiczyk oder aber es war eines der vielen Abwehrbeine aus Langenhagen dazwischen. „Man kann nicht jedes Spiel gewinnen“, gestand Goslars Trainer Manfred Wölp­per nach der Partie, „aber Langenhagen hat nun wirklich heute keinen Punkt verdient.“
Auch die Einwechselungen von Muhamed Alawie, Nils Pölzing und Jörn Winkler fruchteten nicht, brachten keinen besseren Zug zum Tor. Alawie, der nach einer guten Stunde für den anfangs leicht fahrig wirkenden, nach und nach aber sicherer agierenden Rrustemi ins Spiel kam, prallte ebenso an der Mauer Langenhagens ab wie seine Mannschaftskollegen. Die hohen Bälle waren zu unpräzise, sodass sie für den langen Gästekeeper meist leichte Beute waren.
Kommenden Sonntag bei der Reserve des VfL Osnabrück ist mehr Mitspielen zu erwarten. Zumindest lässt das 5:0 in Osterholz-Scharmbeck vom Wochenende zuvor darauf hoffen. Doch andererseits hatte Langenhagen in den beiden vorherigen Spielen zusammen acht Tore erzielt.

Goslarer SC 08: Nico Lauenstein, Tim Rubink, Slavomir Lukac, Alessandro Caruso, Peter Endres, Mirhudin Kacar, Blerim Rrustemi (87. Nils Pölzing), Tezcan Karabulut, Filip Sajbidor (82. Jörn Winkler), Corvin Behrens (65. Muhamed Alawie), Justin Eilers.

Tore: Fehlanzeige.

Schiedsrichter: Bruno Brito da Rocha (Heidenau).