GSC bleibt am Tabellenführer dran

Die Regionalliga Nord scheint immer mehr zu einem Zweikampf zu werden.

Denn während der Tabellenführer VfL Wolfsburg II mit 8:1 den BSV Rehden deklassierte und auch der Goslarer SC bei der U23 von Hannover 96 mit 5:2 (1:1) die Oberhand behielt, ließen die Verfolger Oldenburg oder auch Meppen Punkte liegen. Doch ist GSC-Trainer Mario Block weit entfernt davon, nun Luftschlösser zu bauen. „Wir haben heute den Klassenverbleib gesichert“, spielt er auf die magischen nun erreichten 40 Punkte an.
Denn mit dem Spiel seiner Elf war er nicht so zufrieden. „Fußballerisch“, so der Trainer, „war das heute keine gute Leistung von uns.“ Zwar hätte der GSC angesichts der Chancen bereits vor dem Gegentreffer zum 1:0 für Hannover von Prokoph (32.) führen müssen, doch einmal mehr fehlte es an der Genauigkeit im Abschluss. Stattdessen „fangen wir uns einen Konter und liegen hinten“, schildert Block. Doch gelang Kai-Fabian Schulz noch vor der Pause nach einem Standard der Ausgleich (43.).
Block war gar nicht zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben sehr schlecht gegen den Ball gearbeitet und uns viele individuelle Fehler geleistet“, bemängelte der GSC-Trainer. Während er den Gastgebern ein ganz gutes Spiel attestierte, kritisierte er bei den Kaiserstadt-Kickern mangelnde Kompaktheit und eben die vielen Patzer. „Wir haben phasenweise viel Glück gehabt“, gestand er.
Mit einem Doppelschlag durch Daniel Vaughan (55.) und Nils Pichinot (59.) schien die Partie zunächst schon entschieden. Doch eine Viertelstunde später belohnte sich der Gastgeber mit dem Anschluss durch Behrens (74.). „Da hatte ich schon befürchtet, die Partie würde noch kippen“, gestand Block, denn „das Spiel hätte auch 3:3 enden können.“ Doch „über Kampf und mannschaftliche Geschlossenheit sowie gute Standards und Glück sind wir im Spiel geblieben“, beschönigte der Goslarer Trainer nichts.
Als dann Kevin Kahlert einmal mehr nach einem Standard zum 4:2 (82.) traf, war das Spiel dann doch gelaufen. Marius Kleinsorge erhöhte kurz vor dem Abpfiff sogar noch auf 5:2. „Das Ergebnis entspricht absolut nicht dem Spielverlauf“, betonte Block, doch „letztlich haben wir gewonnen und bleiben an Wolfsburg dran. Wie der Sieg entstand, das interessiert jetzt schon niemand mehr“, meinte er kurz nach dem Abpfiff.
Ob diese kämpferische Leistung, die die gesamte Mannschaft zeigte, ein Ausdruck für den von den Spielern häufig zitierten guten „Teamspirit“ sei, wollte der Trainer so nicht bestätigen. „Es ist auch unsere Einstellung, mit der wir gewinnen“, sagte er, „jeder Spieler ist wichtig, ob er auf dem Platz ist, auf der Bank oder sogar einmal nicht im Kader. Wir sind ein Kollektiv, in dem sich jeder einordnen muss, auch wenn es manchmal nicht leicht ist“, machte Block klar, denn „jeder hat so seinen Anteil am Erfolg.“ So kam Marcel Clavey zu seinem ersten Einsatz im GSC-Dress. „Er war lange verletzt, hat sich in den letzten Wochen im Training aber enorm reingehangen und seinen Einsatz verdient“, so Block. Kommenden Sonntag gastiert die Reserve des Hamburger SV am Osterfeld.

Goslarer SC: David Grof – Oliver Hofmann (72./Sven Hartwig), Kai-Fabian Schulz, Kevin Kahlert, Thomas Ströhl – Karsten Fischer, Sergej Evljuskin – Marius Kleinsorge, Rico Gladrow (83./Adnan Hotic), Daniel Vaughan – Nils Pichinot (87./Marcel Clavey).

Tore:<1:0 Prokoph (32.), 1:1 Schulz (43.), 1:2 Vaughan (55.), 1:3 Pichinot (59.), 2:3 Behrens (74.), 2:4 Kahlert (82.), 2:5 Kleinsorge (90.).