GSC festigt Platz im Mittelfeld

 

Regionalliga Nord: Kaiserstädter gewinnen 4:1 gegen BSV Rheden

Eine packende und spannende Partie bot der Goslarer SC seinen etwa 330 Zuschauern gegen den BSV SW Rehden. Mit einem 4:1 (0:1) festigten die Kaiserstadt-Kicker ihren Mittelfeldplatz in der Regionalliga. Doch es hätte auch anders kommen können, wenn nicht Nico Lauenstein mit einem starken Reflex kurze Zeit nach der Pause noch einen Ball vor der Torlinie aus der Gefahrenzone gewischt hätte und der Gast somit 2:0 in Front gegangen wäre.
Doch so war der Weg frei, wieder einmal eine begeisternde Aufholjagd zu zeigen und binnen der letzten 25 Minuten dem Gast diesmal vier Tore einzuschenken. Dabei startete die Partie recht ausgeglichen. Der Gast hatte leichte Feldvorteile in der temporeichen Partie, der GSC dann bei den ganz wenigen Chancen hüben wie drüben die etwas besseren. Rehden kam fast nur durch Standards in den Strafraum der Platzherren, doch genügte das, um die Führung zu erzielen. Nach einer Ecke verpassten Freund und Feind, der Ball senkte sich auf den an der Fünf-Meter-Linie stehenden und nicht sonderlich großen Cristiam Raudales Martinez, der zwischen dem verblüfften Peter Endres und dem dann machtlosen Nico Lauenstein hindurch zur Führung köpfte.
„Die zweite Hälfte war klasse“, lobte Frank Eulberg seine nie aufsteckende Mannschaft, und seine Einwechslungen machten sich auch bezahlt. Zwar war zunächst die geschilderte Rehdener Großchance zu überstehen, doch dann griffen die Wechsel. Zunächst brachte er Garrit Golombek für den häufig glücklos agierenden Corvin Behrens, der sofort mächtig Druck auf der rechten Bahn erzeugte. Kurz darauf wechselte er Christopher Kolm als zusätzliche Spitze für Mirhudin Kacar ein, löste also eine Sechs auf. So war der Ausgleich durch den sehr agilen Mazan Moslehe nach einem feinen Diagonalpass hoch verdient (68.).
Dann begann die stärkste Phase des GSC, der sich definitiv nicht mit dem Punkt begnügen wollte. Angetrieben von Tezcan Karabulut, dem stärksten Spieler auf dem Platz, berannten die Kaiserstadt-Kicker immer mehr das Rehdener Gehäuse. Einmal tanzte der quirlige Karabulut zwei, drei Gegenspieler auf dem linken Flügel aus, flitzte in den Strafraum und wurde dort per Foul gebremst. Vielleicht dachte Gästetrainer Predrag Uzelac vorrangig an diese Szene, als er seiner Mannschaft vorwarf: „Wir haben uns zu dumm angestellt, zu naiv und waren vorne zu ungefährlich.“ Den Foulelfmeter verwandelte Peter Endres jedenfalls sicher (72.).
Doch das reichte dem GSC nicht, die Kaiserstadt-Kicker wollten mehr. Und so belohnte sich Karabult mit einem Kopfball-Tor nach wunderbarer Vorarbeit von Golombek für seine gute Leistung (76.). Er bewies auch wenig später noch seine herausragende Übersicht, als er zwar erneut am Flügel zum Solo ansetzte, dann aber den Gegner ausbremste und einen perfekt gesetzten Pass in den Lauf von Moslehe setzte, der den Ball am herauslaufenden Gästekeeper vorbei legte und mühelos zum Endstand einschob (88.).
„Wir haben das Spiel von der Bank gewonnen“, meinte Eulberg, der sich getrost für seine Einwechslungen auf die Schulter klopfen durfte. Vor allem Kolm beweis seine Qualität, denn zunächst für Kacar in die Spitze beordert, bildete er die letzten 15 Minuten an der Seite des ebenfalls sehr starken Alessandro Caruso in der Innenverteidigung eine unüberwindbare Wand. Die soll nun auch kommenden Samstag bei der Reserve des FC St. Pauli stehen.


Goslarer SC: Lauenstein – Rubink, Lukac (77. Alawie), Caruso, Endres – Kacar (62. Kolm), Fischer – Karabulut, Rrustemi, Behrens (60. Golombek) – Moslehe.

Tore: 0:1 Raudales Martinez (39.), 1:1 Moslehe (68.), 2:1 Endres (72./Foulelfmeter), 3:1 Karabulut (76.), 4:1 Moslehe (88.).

Beste Spieler: Karabulut, Caruso, Moslehe – Araujo Costa, Raudales Martinez

Schiedsrichter: Tobias Helwih (Hamburg), Björn Krüger, Annika Hobst.

Zuschauer: 330

Gelbe Karten: Rubink, Endres, Karabulut, Moslehe – Ceglarek, Hegerfeld, Raudales Martinez.