GSC nach hartem Kampf knapp unterlegen

Kolm verteidigt gegen den starken Kwame, der auf Lübcke (9) tropfen lässt.

Regionalliga: Eulberg-Elf verliert gegen VfR Neumünster zu Hause mit 1:2

Auch wenn es dem Papier nach die Spitzenpartie des 3. Regionalliga-Spieltages war, das 1:2 (1:2) des Goslarer SC gegen den somit neuen Liga-Primus VfR Neumünster lebte von Kampf und Spannung, nicht von Klasse. Während der eine Aufsteiger nun mit ausgeglichener Bilanz in der Mitte der Tabelle rangiert, katapultierte sich der Gast mit dem dritten knappen Sieg in Folge an die Tabellenspitze.
Dabei sah es zunächst gut aus für den GSC, der eigentlich gut startete. Muhamed Alawie staubte einen Schussversuch von Tezcan Karabulut aus drei Metern unhaltbar ab (7.) und brachte so dem gast den ersten Gegentreffer der Saison bei. Doch war das wohl zu leicht, zu einfach. Oder es war die Hitze, die für nachlässigkeit in Reihen der Kaiserstadt-Kicker sorgte. Denn Kusi Kwame tanzte gleich einige Goslarer aus, ohne ernsthaft attackiert zu werden. „Da war Rrustemi schon angeschlagen“, entschuldigte GSC-Trainer Frank Eulberg seine Hintermannschaft. Kwame jedenfalls schoss recht unbedrängt aus 16 Metern ins lange Eck zum Ausgleich (13.).
Allerdings machte es der GSC seinem Gast auch recht leicht in Hälfte eins. Es fehlte das frühzeitige Attackieren, zu viele Löcher offenbarten sich vor allem in der Spielfeldmitte. Doch leistete die Abwehr eigentlich einen guten Job, denn „die schießen nur zwei Mal aufs Tor“, stellte GSC-Trainer Frank Eulberg fest, „und treffen, wobei dem zweiten Tor ein krasser Fehler voraus geht.“
Da zeigte sich der neue Ligaprimus abgezockt. Auf Linksaußen wurde ein Freistoß ganz schnell ausgeführt, die GSC-Abwehr und auch kaum ein Neumünsteraner waren schon bereit. Lediglich der aufgerückte Giese kam angeflogen und deutlich vor dem herausstürzenden Keeper Lauenstein an den Ball, köpfte zum 2:1 ein (38.). „So ein Fehler passiert halt“, gestand Lauenstein nach der Partie. „Glück muss man sich auch erarbeiten“, meinte VfR-Trainer Ervin Lamce lapidar.
War der Gast vor der Pause noch Punktsieger auf dem Platz, dominierte in Hälfte zwei klar der GSC. Es wurde viel früher attackiert, Neumünster immer mehr in der eigenen Hälfte eingeschnürt. „Ich kann meiner Mannschaft diesbezüglich keinen Vorwurf machen“, sagte Eulberg. Nur mit der Chancenverwertung, da hapert es wieder einmal, Knipser Justin Eilers wird sehnsüchtig zurück erwartet. Wie oft Neumünster jedoch solche Abwehrschlachten erfolgreich gestalten kann, ist auch fraglich. „In der zweiten Hälfte waren wir platt“, gestand Lamce, da haben wir am Limit gekämpft.“ Immerhin mit dem Erfolg, die Spitze erobert zu haben.

Goslarer SC: Lauenstein – Rubink, Lukac, Kolm, Endres – Rrustemi (26. Pölzing), Fischer – Behrens, Karabulut, Golombek (68. Ridder) – Alawie (56. Moslehe). Tore: 1:0 Alawie (7.), 1:1 Kwame (13.), 1:2 Giese (38.)