GSC springt vorerst auf dritten Platz

Behrens kommt gegen VfB Lübecks-Keeper Toboll einen Schritt zu spät. (Foto: Kluge)
 

Regionalliga: Verdienter 2:0-Erfolg in Unterzahl gegen den VfB Lübeck

Mit einem hochverdienten 2:0 (0:0) über den VfB Lübeck katapultierte sich der Goslarer SC zumindest bis Mittwoch, wenn die zweite Hälfte des Spieltages ansteht, auf Platz drei der Regionalliga. Dabei lief es alles andere als glücklich für die Kaiserstadt-Kicker.
Mit Mirhudin Kacar verletzte sich eine tragende Säule der Mannschaft schon im Abschlusstraining, und nach etwas über 20 Minuten reduzierte Linienrichter Sebastian Schiller die Elf des GSC. Kurz nach einem Zweikampf zwischen Mazan Moslehe und dem Lübecker Lange soll Moslehe im Rücken des Schiedsrichters Lange mit ausgefahrenem Ellbogen gestoßen haben, zitiert Schiri Daniel Riehl seinen Mann an der Linie. „Ich habe nachgefragt, ob er sich ganz sicher war, und er hat es bestätigt. Da kann ich nur Rot ziehen“, so Riehl.
Doch der Gast zeigte sich extrem schwach, was die Offensive anging. Der erste Schuss aufs Tor, der tatsächlich auch einmal Keeper Nico Lauenstein forderte, kam in der 43. Minute aus fast 18 Metern. Der GSC hingegen hatte sich nach ein paar Minuten der Neuorientierung gesammelt, versuchte meist spielerisch den Gegner zu überwinden. Nur wenn dann doch einmal die Lübecker Überzahl keine Anspielstation ermöglichte, wurde der Ball nach vorne geprügelt. Für Gefahr sorgten auch die vielen Flankenläufe von Garrit Golombek. Doch so gut er auch lief und arbeitete, im fehlte die Genauigkeit beim Flanken.
Für Golombek kam nach der Pause Justin Eilers aufs Feld, Karabulut wechselte dafür auf den Flügel. „Ich wollte einen schnelle Mann als Anspielstation bringen, der auch den Gegner bindet“, nannte GSC-Trainer Frank Eulberg den Grund für den Wechsel. Genauso „war abgesprochen, dass er erstmal nur etwa 30 Minuten spielt“, erklärt Eulberg, dass keine neue Verletzung Ursache war, dass Eilers drei Minuten vor Schluss für Muhamed Alawie Platz machte.
Spielerisch sorgte Eilers tatsächlich für Entlastung. Mehr noch, er war oft erste Anspielstation bei Kontern, konnte manches Mal nur per Foul gebremst werden. So kam der GSC zu Standards und bei einem solchen wurde Eilers ungestüm im Strafraum am Kopfball gehindert, was einen Strafstoß zur Folge hatte. Auch wenn VfB-Torwart Toboll die Ecke ahnte, Peter Endres hatte viel Dampf in seinen Schuss gelegt und sicher zum 1:0 (68.) getroffen.
„Wir haben das Spiel nicht schnell genug gemacht“, klagte Lübecks Trainer Ramazan Yildirim, übersah dabei aber gnädig einige grobe spielerische und technische Mängel, die seine Elf zumindest an diesem Nachmittag aufwies. Und statt sich mit allem gegen die drohende Niederlage zu wehren, wirkte der VfB recht ideenlos. Stattdessen erhöhte Goslar den Druck, so dass Karabulut einmal nur durch ein Foul gebremst werden konnte. „Kniescheibe raus gesprungen“, lautete die erste Diagnose. Doch nachdem Endres zwei Minuten später einen Freistoß direkt in den Winkel zum 2:0 gesetzt hatte, lief die Mannschaft zu Karabulut, der noch an der Seitenlinie behandelt wurde, um mit ihm zu jubeln.
„Hut ab vor unserer Leistung“, fand ein erschöpfter Karsten Fischer nach der Partie, „da haben wir in der zweiten Hälfte noch mal richtig was raus gehauen.“ Auch Trainer Eulberg lobte: „Wir haben außerordentlich gut gegen den Ball gearbeitet.“