GSC tut sich gegen Langenhagen schwer

Oberliga Niedersachsen: Kaiserstädter siegen 2:0 / Treffer von Maaßen und Scheinpflug

Goslar (cfk). Mit einem 2:0 (1:0) über den SC Langenhagen hat Oberligist Goslarer SC nach drei Remis in Folge wieder in die Siegesspur zurück gefunden. „Jetzt kann Emden kommen“, feixte GSC-Trainer Manfred Wölpper hinsichtlich der schweren Aufgabe am Freitagabend beim Aufstiegsfavoriten.
Dabei tat sich der GSC lange Zeit gegen Langenhagen recht schwer. Das lag aber nicht an den Umstellungen, die Wölpper vorgenommen hatte. Für Filip Sajbidor lief Enrico Maaßen die linke Außenbahn rauf und runter, für Andre Hofer markierte Christopher Kolm die einzige Spitze. Beides sollte sich noch bezahlt machen. Aber der tiefe und weiche Boden war nicht angetan, mit schnellem Kurzpassspiel zu wirken und so ließ sich Goslar von den Gästen anstecken und verlegte sich ebenfalls auf eine britische „Kick and Rush“-Spielweise.
Das war nicht nur wenig attraktiv, sondern brachte auch keine Torchancen. So dauerte es über eine halbe Stunde, bis der GSC anfing, Fußball zu spielen und somit das Heft mehr und mehr in die Hand bekam. Der Lohn ließ auch nicht allzu lange auf sich warten. Nach einer guten Ecke von Peter Endres, die sich sehr lang hinter den zweiten Pfosten drehte, stand Maaßen goldrichtig und versenkte zur mittlerweile verdienten Führung.
Mächtig Dusel hatte der GSC, als keine fünf Minuten später der sehr eigenwillig pfeifende Schiedsrichter Eichhorst einen Fallrückzieher der Gäste im Strafraum abpfiff. Denn der Ball passte genau ins Eck. „Den habe ich nicht gesehen“, gestand Keeper Nico Lauenstein später, warum er keine Reaktion zeigte. Doch Eichhorst hatte noch bevor der Ball im Netz lag, abgepfiffen. „Gefährliches Spiel“ nannte er später den Grund seiner recht exklusiven Sichtweise.
Das war allerdings auch die einzige Chance der Gäste, neben einem Kopfball, den Lauenstein nach einer Ecke gerade noch über die Latte wischte. Nach der Pause spielte dann nur noch der GSC. Selbst die „Ampelkarte“ gegen Tobias Eckermann (63.) wegen wiederholtem Foulspiel, bremste die Kaiserstadt-Kicker nicht. „Allzweckwaffe“ Kolm wurde aus der Spitze in die Innenverteidigung beordert. „Selbst in Unterzahl haben wir gar nichts zugelassen“, lobte Wölpper seine Abwehr. Vorne hätte es jedoch noch einiges mehr sein dürfen als nur das späte, aber beruhigende 2:0 durch Alexander Scheinpflug. Martin Pett schob kurz vor Abpfiff freistehend am leeren Kasten vorbei, der quirlige Suri Ucar ließ Chancen liegen.
Doch am Ende reichte es und nun geht es am Freitag zu einem echten Prüfstein. Anpfiff in Emden ist um 20 Uhr.

Goslarer SC 08: Nico Lauenstein – Slavomir Lukac, Ihsan Kalkan, Tobias Eckermann, Nils Pölzing – Martin Pett, Peter Endres (76. Alessandro Caruso) – Teczan Karabulut (75. Filip Sajbidor), Suri Ucar, Enrico Maaßen (83. Alexander Scheinpflug) – Christopher Kolm

Tore: 1:0 Maaßen (36.); 2:0 Scheinpflug (85.)

Gelb-Rote Karte: Eckermann (63./wiederholtes Foulspiel)
Zuschauer: 320

Schiedsrichter: Julian Henning Eichhorst (Osnabrück)