GSC setzt auf schnelles Umschaltspiel

Regionalliga: Goslarer reisen zur Reserve des Hamburger SV

Nur zwei Siege aus den letzten zehn Partien gelangen dem Hamburger SV II, der Sonntag um 14 Uhr die Fußballer des Goslarer SC zum Regionalliga-Vergleich erwartet. Das klingt zwar nicht sonderlich furchteinflößend, dennoch weiß GSC-Trainer Frank Eulberg den Gastgeber genau einzuschätzen: „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die mit konsequentem Kurzpassspiel nach vorne agiert.“
Mit Rudolfo Cardoso hat die HSV-Reserve auch einen Trainer, der selbst als spielstarker Ideengeber so manche Mannschaft zu seiner Bundesliga-Zeit bereicherte. Nun arbeitet er schon seit mehreren Jahren beim Hamburger Nachwuchs und pflegt dieses System auf Gedeih und Verderb. „Die können eigentlich gar nicht anders spielen“, meint Eulberg. Dass dort auch immer wieder Spieler aus dem Profikader aushelfen, stört den GSC-Trainer nicht. Im Gegenteil, er gewinnt dem sogar mehr Positives ab. „Sich mit Profis zu messen ist eine besondere sportliche Herausforderung für meine Spieler“, sagt er, und zudem „bringen die Einsätze der Profis das Gefüge in einer Mannschaft auch immer etwas aus dem Gleichgewicht.“
Für seine Mannschaft ergibt sich daraus, dass „wir gut nach hinten arbeiten müssen.“ Allerdings entstehen durch diese geballte Offensivkraft der Platzherren „auch Räume, die wir nutzen müssen.“ Das schnelle Umschaltspiel, das die Kaiserstadt-Kicker eigentlich sehr gut beherrschen, könnte sich einmal mehr als ideales Mittel zum Erfolg erweisen, zumal „wir uns im Verlauf der Saison fußballerisch enorm positiv entwickelt haben.“
Beim Personal gibt es auf GSC-Seiten nichts Neues. Positiv ausgedrückt kann Eulberg mit der gleichen Elf wie zuletzt gegen Oberneuland starten. Andererseits fehlen damit immer noch Mirhudin Kacar und Alessandro Caruso. Unter der Woche drohte auch der Ausfall von Muhamed Alawie, doch seine Bronchien-Probleme scheinen sich gelegt zu haben, die letzten Trainingseinheiten war er wieder voll dabei. Damit stehen die Chancen ganz gut, dass der GSC mit seinem Konzept auch bei der HSV-Reserve etwas holen kann, Eulbergs Tipp ist jedenfalls nicht gewagt: „Es wird wohl wieder kein 0:0.“