GSC verspielt 2:0-Vorsprung

Regionalliga: 2:3-Pleite bei Hannover 96 II kassiert

Fast ein Spiegelbild des Hinspiels wurde die Partie des Goslarer SC bei Hannover 96 II. Doch im Gegensatz zu den „kleinen Roten“ zum Saisonauftakt konnte der GSC beim 2:3 (1:0) nichts Zählbares von der Leine mitbringen. Dabei hatte Goslar gegen eine der „beiden die Regionalliga dominierenden Mannschaften“, wie Trainer Frank Eulberg die 96er und Holstein Kiel angesichts zehn Punkten Vorsprung betitelt, einen großartigen Kampf geliefert.
„Wir sind Aufsteiger“, betont Eulberg, „das vergessen viele, sogar innerhalb der Mannschaft.“ Und zu allem Überfluss fehlten eben auch noch mit Mirhudin Kacar und Alessandro Caruso zwei tragende Säulen der Mannschaft. Dennoch konnte sich der GSC mit 2:0 in Führung bringen. Beide Treffer fielen nach Standards. Vor einigen Wochen noch wurde die Abschlussschwäche eben nach solchen Situationen als Defizit bemängelt, diesmal gelangen wieder zwei Tore. Zunächst war es Blerim Rrustemi, der sich nach einer Ecke am höchsten schraubte und per Kopf zur Führung traf (40.).
Nach dem Wechsel gelang das 2:0 erneut nach einem Eckstoß. Diesmal schien 96 klären zu können, doch der Ball landete im Rückraum bei Karsten Fischer, der endlich seine großartigen Spiele in dieser Saison mit seinem ersten Treffer krönte (54.). „Bis hierhin war es ein fast perfektes Spiel von uns“, zeigt sich Eulberg von der Leistung seiner Mannschaft begeistert. „Wir hatten stets eine tolle Kontrolle und haben starke Standards gespielt.“
Doch die Mannen von Ex-Profi Valerien Ismael zogen nun noch einmal an. Und tatsächlich gelang Jannik Löhden der Anschlusstreffer (61.). „Da haben wir dann etwas die Kontrolle verloren und somit den Doppelschlag zugelassen“, erläutert Eulberg. Denn nur drei Minuten später glich Willi Evseev aus. Den KO leitete eine feine Einzelleistung von Hannovers Kevin Behrens ein. Rrustemi konnte sich nur noch mit einem Foul im eigenen Strafraum gegen den Stürmer wehren. Das bedeutete nicht nur Strafstoß, die Gelb-Rote-Karte wurmt Eulberg mindestens genauso. Denn da Kacar verletzt ist, muss er gegen Havelse kommendes Wochenende umbauen und Fischer einen „neuen Sechser“ an die Seite stellen. Den Elfmeter verwandelte Niko Gießelmann sicher (87.), dem GSC blieb keine ernsthafte Chance mehr, die Partie noch zu egalisieren.
„In solchen Spielen müssen wir einfach mehr Wege machen als fußballerisch bessere Gegner“, so Eulberg, der erstmals eine Partie ohne Auswechslung spielte. „Wir haben überlegt, den angeschlagenen Alawie noch zu bringen“, sagt er, „doch es gibt auch Spiele, wo es einfach nichts bringt auszuwechseln.“ Letztlich ist er aber mit der Leistung grundsätzlich zufrieden. Da man „als Aufsteiger kurz davor war, hier einen Punkt zu holen.“ Wenn kommenden Samstag der TSC Havelse ins Osterfeld kommt, immerhin 1:0-Sieger über Wolfsburg II, wird die Aufgabe nicht unbedingt leichter.

Goslarer SC: Nico Lauenstein, Tim Rubink, Slavomir Lukac, Christopher Kolm, Peter Endres, Karsten Fischer, Blerim Rrustemi, Tezcan Karabulut, Mazan Moslehe, Corvin Behrens und Justin Eilers.

Tore: 0:1 Rrustemi (40.), 0:2 Fischer (54.), 1:2 Löhden (61.), 2:2 Evseev (64.), 3:2 Gießelmann (87./Foulelfmeter).

Gelb-Rote Karte: Rrustemi (86./wiederholtes Foulspiel).