„Irgendwie hat immer etwas gefehlt!“

Regionalliga Nord: Goslarer SC verliert letztes Hinrundenspiel in Flensburg mit 0:1

Die Stimmung auf der langen Rückfahrt von Flensburg war beim Goslarer SC etwas gedrückt, hatten die Kaiserstadt-Kicker doch ihr letztes Spiel der Regionalliga-Hinrunde mit 0:1 (0:0) verloren. Zu allem Überfluss brach bei Mirhudin Kacar, der „bis dahin wieder eine unglaubliche Präsenz auf dem Platz zeigte“, wie GSC-Trainer Frank Eulberg erklärte, nach einer halben Stunde die alte Oberschenkelverletzung wieder auf.
Vor der Winterpause wird er genauso wenig wieder aufgestellt werden wie Garrit Golombek. Der meist am Flügel eingesetzte Mittelfeldspieler zog sich noch vor der Partie eine Leistenzerrung zu. „Es zeugt schon von enormer Geschlossenheit und Stärke, wie die Mannschaft solche Rückschläge immer wieder wegsteckt“, meinte der Coach.
Denn sowohl mit als auch hinterher ohne Kacar, für den dann Muhamed Alawie ins Spiel kam, dominierten die Kaiserstadt-Kicker die Partie. Dabei machte Flensburg die Räume sehr eng, um das schnelle Kurzpassspiel der Goslarer möglichst zu unterbinden. Aber dennoch erarbeiteten sich die Gäste die deutliche Mehrzahl an Chancen. Doch an diesem Tag sollte es nicht sein. Entweder verzogen die GSC-Angreifer oder es parierte Tim Martensen, der Torwart der Flensburger, der eine starke Leistung zeigte. Und wenn Martensen denn mal geschlagen war, half ein Feldspieler aus, einmal gar liegend wurde der Ball mit der Brust vor der Linie gebremst.
Die größte Chance hatte Blerim Rrustemi, der nach einem einstudierten Eckentrick am kurzen Pfosten völlig frei zum Kopfball kam, aber den Ball verzog.
„Irgendwie hat immer so ein bisschen was gefehlt“, monierte Eulberg. Auch der Schiedsrichter war nicht auf Seiten des GSC, denn Justin Eilers beklagte auch nach der Partie noch eine Szene, wo er aus seiner Sicht definitiv im Strafraum gefoult wurde, der Schiri aber weiter spielen ließ. „Ich konnte es nicht sehen, aber wenn der Spieler das auch nach dem Spiel noch sagt…“, so Eulbergs Kommentar.
Und so nahm das Drama seinen Lauf. „Die haben nur zweimal gefährlich auf unser Tor geschossen“, so Eulberg. Einen Schuss parierte Nico Lauenstein in bewährter Manier, beim zweiten Versuch war er allerdings machtlos. Ein Sonntagsschuss aus über 25 Metern Entfernung von Marcello Meyer schlug nur sechs Minuten vor Spielende genau im Winkel des GSC-Gehäuses ein. Da hatte Goslar längst auf volle Offensive geschaltet, selbst Corvin Behrens hatte nach einer knappen Stunde für Justin Eilers weichen müssen, um noch mehr das Weiche-Tor zu befeuern. Am Ende nutzte es doch nicht.
„Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich einverstanden“, meinte Eulberg, doch das Ergebnis wurmte ihn nach dem Spielverlauf enorm. „Selbst mit einem 0:0 wäre ich nicht zufrieden gewesen, jetzt stehen wir gar mit leeren Händen da, das ist sehr ärgerlich“. Den Frust schnell abhaken und den Blick nach vorne richten heißt es aber jetzt für den GSC. Denn kommenden Samstag gilt es, beim Meisterschaftsanwärter Hannover 96 II zu bestehen.

Goslarer SC: Nico Lauenstein – Tim Rubink, Slavomir Lukac, Christopher Kolm, Peter Endres – Karsten Fischer, Blerim Rrustemi – Tezcan Karabulut, Mirhudin Kacar (31. Muhamed Alawie), Corvin Behrens (57. Justin Eilers) – Mazan Moslehe.

Tor: 1:0 Marcello Meyer (84.).

Schiedsrichter: Marcel Hass (Hamburg)

Zuschauer: 420.