Kann der GSC das Abwehrbollwerk knacken?

Nach durchwachsenem Start in die Saison befindet sich der VfB Lübeck derzeit im Aufwind. In den letzten drei Partien war das Tor der Hanseaten wie vernagelt, sie blieben ohne Gegentor. Allerdings reichte das nur zu einem Sieg, ausgerechnet gegen die hoch gehandelte Wolfsburger Reserve. Diese kleine Serie will nun morgen der Goslarer SC brechen, wenn der Traditionsclub um 15 Uhr zu Gast in der S-Arena ist.
Bei den Kaiserstadt-Kickern sind die Personal-Meldungen zumeist positiv. Justin Eilers und Steve Ridder haben wieder trainiert und stehen auch im Kader. Alessandro Caruso ist in St. Pauli offensichtlich rechtzeitig vom Platz gegangen. „Es war wirklich nur eine Verhärtung, er hat die Woche gut und voll trainiert“, so Trainer Frank Eulberg. Während der eine Innenverteidiger also wieder voll einsatzfähig ist, hat den zweiten ein Rückschlag erwischt. Donnerstag noch ordentlich mittrainiert, musste er sich Freitagmorgen beim Trainer erneut wegen seiner Rückenverletzung abmelden. Eulberg: „Er muss erneut behandelt werden, ich hoffe, dass das nichts Langwieriges wird.“ Mit Christopher Kolm steht allerdings eine gute Alternative bereit. Und sollten alle Stricke reißen, „Blerim Rrustemi ist gelernter Innenverteidiger“, so Eulberg, den Rrustemi derzeit aber lieber auf „der Zehn“ sieht. Gegen St. Pauli rückte er aber dann nach einer halben Stunde auf die Position von Caruso und machte dort einen soliden Job.
Die Abwehrarbeit gegen Lübeck auf die leichte Schulter zu nehmen, weil sie nach sieben Partien mit nur drei erzielten Treffern den absoluten Minuswert der Liga vorweisen, wäre sicher fatal. Denn gegen Rehden noch kassierten sie vier Gegentore – von bislang auch nur acht – und danach keines mehr. „Das zeigt, dass sie hinten gut organisiert stehen“, sagt Eulberg. Aber „wir haben eine gute Phase, sind selbstsicher und optimistisch“, so der Trainer, der eine taktisch spannende Partie prophezeit. Er wird an seiner Startaufstellung trotz der Genesung von Eilers nicht rütteln. „Es gibt keinen Grund“, haben ihn die Leistungen zuletzt überzeugt. „Die Spieler, die zurückkommen, müssen wenn sie eingewechselt werden, Leistung bringen“, fordert er, dass sich seine Leute auf dem Platz beweisen, „eine wunderbare Situation für einen Trainer.“