Knappe Penaltyniederlage gegen die Hannover Braves

Brachte den ESC in Führung: Stürmer Stefan Bilstein.

Testspiel der Harzer Wölfe

Knapp mit 2:3 (1:0, 1:1, 0:1 – 0:1) nach Penaltyschießen mussten sich Nord-Oberligist Harzer Wölfe vor rund 300 Zuschauern im Braunlager Wurmbergstadion dem Staffelkonkurrenten Hannover Braves geschlagen geben. Beiden Teams war anzumerken, dass es sich um ein Testspiel handelte. So agierten die Mannschaften zwar taktisch gut organisiert, ließen aber spielerisch noch Luft nach oben. Bei den Wölfen war als Testspieler erstmals Verteidiger Maximilan Korkus dabei, der zuletzt in Langenhagen aktiv war. Im ESC-Tor gab Tobias Bannach nach überstandener Verletzung sein Saisondebüt und löste nach 30 Minuten Mario D'Antuono ab.
Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen aus Hannover, ehe sich die Harzer freispielten und mehr Spielanteile erkämpften. Resultat der Mühen war in der 9. Minute die 1:0-Führung durch Stefan Bilstein, der eine Vorlage von Marc Garthe verwertete. In der Folge ergaben sich noch weitere Möglichkeiten, ein weiteres Tor fiel zunächst aber nicht.
Stattdessen gelang den Braves kurz nach Beginn des Mittelabschnitts der Ausgleich, Robin Marek war erfolgreich (23.). Eine längere Überzahl, Wayne Hanuschik war nach einem zu hoch angesetzten Check gegen Alois Öttl zu Recht mit einer Spieldauerstrafe belegt worden, konnten die Harzer rund um die 30. Minute nicht zu einem Torerfolg nutzen. Dennoch ging es mit einer Wölfe-Führung in die zweite Drittelpause. Nach einem Querschläger stand plötzlich Johannes Kohlrusch alleine vor dem Braves-Tor. Der ansonsten hervorragende Keeper Jonas Langmann zögerte mit dem Herauslaufen etwas zu lange, so dass Kohlrusch den Puck vor ihm erreichte und anschließend ins leere Tor einschob (37.). Sekunden vor der Drittelpause hielt Bannach bei einem Break den Vorsprung fest.
Im Schlussabschnitt scheiterten die Wölfe immer wieder an Langmann. Die größte Chance hatte Michele Meridian, der nach einer schnellen Kombination den Puck nicht am Braves-Goalie vorbeibrachte. Statt der möglichen 3:1-Entscheidung fiel das Tor dann auf der Gegenseite. Armin Finkel gelang in Überzahl vier Minuten vor dem Ende noch das 2:2. Das Unentschieden nach 60 Minuten zog eine Premiere nach sich: Erstmals wurde, wie später in der Liga ebenfalls üblich, eine fünfminütige Verlängerung mit nur noch vier Feldspielern auf beiden Seiten gespielt. Die Harzer waren optisch, Tore fielen aber keine. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Während auf ESC-Seite nur Michele Meridian traf, waren für Hannover Matt Cook und Marek erfolgreich und sorgten so für den Auswärtssieg.
„Hannover ist eine taktisch starke Mannschaft. Wir hatten etliche Chancen, der Torwart der Braves hat aber stark gehalten. Natürlich will man gewinnen, aber es ist eben auch ein Testspiel, in dem man verschiedene Dinge trainiert und Spieler in Situationen auf dem Eis stehen, die sie so bisher selten gespielt haben. An der Chancenverwertung werden wir arbeiten“, erklärte im Anschluss ESC-Coach Marc Garthe.



Statistik:
Tore: 1:0 Bilstein (Garthe, Noob) 8:33, 1:1 Marek (Hesse) 22:28, 2:1 Kohlrusch 36:55, 2:2 Finkel (Moullin, Cook) 5-4 56:05, 2:3 Marek (PEN) 65:00
Strafen: Harzer Wölfe 12 – Hannover Braves 19 + Spieldauer Hanuschik
Zuschauer: 273