Kumbela macht’s per Doppelpack

2. Bundesliga: Eintracht Braunschweig feiert 3:0-Heimsieg gegen Ingolstadt

Eintracht Braunschweig bleibt vor eigener Kulisse eine Macht. Die Löwen feierten nach einer starken Leistung gegen die Gäste aus Ingolstadt bereits den sechsten Heimsieg in dieser Saison. Vor 19.430 Zuschauern war Domi Kumbela beim 3:0-Erfolg mit zwei Treffern und einem Assist der überragende Mann auf dem Platz.
Im Vergleich zu der Partie beim FC Erzgebirge Aue am vergangenen Freitag änderte Torsten Lieberknecht sein Team auf drei Positionen. Abwehrchef Deniz Dogan kehrte nach überstandenen Adduktorenproblemen in die Startelf der Löwen zurück. Marc Pfitzner agierte neben Norman Theuerkauf auf der Doppel-Sechs und Jonas Erwig-Drüppel sollte auf der rechten Außenbahn für Gefahr sorgen. Dafür nahmen die zuletzt in der Anfangsformation stehenden Benjamin Kessel, Damir Vrancic und Raffael Korte zunächst auf der Bank Platz.
Von der ersten Minute an entwickelte sich eine offene Partie, in der beide Teams versuchten aus einer kompakten Grundordnung heraus nach vorne zu spielen. Die ganz großen Möglichkeiten blieben jedoch vorerst aus. Marvin Matips Schuss aus der Drehung (3.) und zwei Versuche vom agilen Erwig-Drüppel (17./19.) waren zu ungenau, um den Kasten des Gegners in ernsthafte Gefahr zu bringen.

Domi Kumbela bricht den Bann


Ganz anders in der 20. Minute. Dennis Kruppke störte die Ingolstädter energisch beim Spielaufbau und setzte den startenden Domi Kumbela mit einem Steilpass gekonnt in Szene. Der 28-jährige Angreifer schob den Ball aus 16 Metern jedoch knapp am linken Pfosten vorbei. Doch auch die Gäste hatten kurze Zeit später eine gute Einschussmöglichkeit. Nach einem Eckstoß kam Matip in zentraler Position zum Abschluss. Daniel Davari lenkte den noch leicht abgefälschten Ball jedoch über den Querbalken.
Auf dem schwierigen Geläuf häuften sich in der Folge leichte Abspielfehler auf beiden Seiten, sodass weitere Chancen zunächst ausblieben. Die jeweiligen Abwehrreihen standen sehr kompakt und ließen kaum Torraumszenen zu. Einzig ein 25-Meter-Schuss von Ingolstadts Angreifer Christian Eigler sorgte in der 33. Minute für Gefahr. Davari wehrte den Aufsetzer aber gerade noch zur Ecke ab.
Die nächste Aktion gehörte dann aber wieder den Hausherren. Und die führte auch zum 1:0. Steffen Bohl bediente im Zentrum Kumbela, der erst Danny da Costa aussteigen ließ, dann Andre Mijatovic umkurvte und den Ball anschließend aus 14 Metern eiskalt im langen Eck versenkte. Der Führungstreffer gab den Löwen noch einmal Auftrieb. Fast wäre Kruppke noch das 2:0 vor der Pause gelungen. Der Distanzschuss des Eintracht-Kapitäns flog jedoch haarscharf am rechten Pfosten vorbei. So ging es mit der knappen Führung in die Halbzeitpause.
Im zweiten Durchgang brachte Tomas Oral dann Ümit Korkmaz für Alper Uludag, um das Offensivspiel auf der linken Seite anzukurbeln. Mit Erfolg – die Schanzer kamen mit viel Elan aus der Kabine, sodass die Defensivabteilung der Gastgeber einiges zu tun bekam. Vor allem Caiuby sorgte für eine Menge Unruhe und hatte zweimal die Chance zum Ausgleich. Erst setzte er einen Kopfball aus fünf Metern nur knapp am linken Pfosten vorbei (51.), neun Minuten später scheiterte er dann aus kurzer Distanz an Davari (60.). Der Löwen-Schlussmann stand bereits kurz zuvor bei einem Korkmaz-Schuss von der Strafraumgrenze im Mittelpunkt, den er mit einer Faust über das Tor lenkte (54.).


Ingolstadt drückt – Eintracht kontert

Aber auch die Gastgeber setzten in der Drangphase des FCI durch Mirko Boland (60.) und Kruppke (65.) kleine Nadelstiche und blieben stets gefährlich. Glück hatte der Tabellenführer in der 70. Minute. Nach einem Leitl-Freistoß kam der eingewechselte Manuel Schäffler frei zum Kopfball. Dieser landete jedoch aus Sicht der Löwen glücklicherweise nur am Pfosten. Ingolstadt drückte, Eintracht konterte. Und das machten sie eine Viertelstunde vor Schluss ganz ausgezeichnet. Pfitzner leitete mit seinem Pass auf den eingewechselten Orhan Ademi den zweiten Treffer von Kumbela an diesem Nachmittag ein. Der Kongolese verwertete eine klasse Hereingabe des Schweizer U21-Nationalspielers von der rechten Seite zum vorentscheidenden 2:0.
Den Schlusspunkt setzte schließlich der ebenfalls eingewechselte Gianluca Korte, dem sein erstes Saisontor gelang. Wieder war der überragende Kumbela an dem Treffer beteiligt. Er nahm den Ball im Sechzehner gekonnt an, behielt daraufhin die Übersicht und flankte das Leder butterweich auf den Kopf von Korte, der nur noch einzunicken brauchte.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Wille der Oberbayern gebrochen. Am Ende hieß es 3:0 für die Löwen, die damit in der Tabelle weiter auf Platz eins stehen und nunmehr 34 Zähler auf dem Konto haben.
Am kommenden Wochenende (Sonnabend, 24. November, 13 Uhr) geht es für das Team von Torsten Lieberknecht, das auch im 14. Ligaspiel seine weiße Weste wahrte, in die Lausitz. Dort wartet mit dem FC Energie Cottbus die nächste schwere Hürde.