Nach 4:2-Sieg über Crocodiles Sechs-Punkte-Wochenende perfekt gemacht

Gleich gegen zwei Hamburger, nämlich Alexandre Santos und Boris Golubev, muss sich in dieser Szene Wölfe-Angreifer Erik Pipp (Nummer 39) durchsetzen. (Foto: Koch)

Norddeutsches Schneechaos sorgte dafür, dass die Partie erst kurz vor Mitternacht zu Ende war

Braunlage (bo). Mit einem 4:2-(3:1, 1:1, 0:0)-Sieg über die Hamburg Crocodiles haben die Harzer Wölfe ihr Sechs-Punkte-Wochenende in der Eishockey-Oberliga Nord perfekt gemacht. Das in Norddeutschland herrschende Schneechaos sorgte jedoch für besondere Umstände. Die Hamburger kamen mit reichlich Verspätung in Braunlage an; erst um 21.30 Uhr konnte die Partie begonnen werden. So waren nur noch rund 150 Zuschauer beim Erfolg des ESC dabei, der in der Tabelle nun auf Rang 4 liegt, genauso wie Spitzenreiter Rostock aber erst eine Niederlage auf dem Konto hat.
Gegen die Crocodiles mussten die Wölfe zwar auf ihren erkrankten Kapitän Stefan Bilstein verzichten; für ihn rückte Thomas Pape in den zweiten Sturm. Dennoch erwischte das Team einen perfekten Start. Christian Schock brachte die Harzer bereits nach 46 Sekunden in Führung. Die Hamburger präsentierten sich allerdings als griffiger Gegner; in Überzahl markierte Nick Fischer den Ausgleich (4.). Mit einem Unterzahltor sorgte Erik Pipp für die neuerliche Führung der Wölfe (13.), die Schock zwei Minuten später auf 3:1 ausbaute.
Im Mittelabschnitt kamen die Crocodiles durch Max von Gratkowski auf ein Tor heran (26.). Nur vier Sekunden Überzahlspiel reichten dann allerdings Alois Öttl, um per Schlagschuss das 4:2 zu markieren. Überhaupt zeigte sich der Verteidiger in starker Form; er war an sämtlichen Toren beteiligt. Das zerfahrene Schlussdrittel brachte keine weiteren Tore, dafür aber etliche kleine Strafen. Die Wölfe mussten einige Unterzahlsituationen überstehen, spielten den Vorsprung aber letztlich sicher nach Hause.
„Für uns war es keine einfache Situation. Wir haben vier Stunden in der Kabine gesessen und wussten nicht, ob wir überhaupt noch spielen. Die Beine waren dadurch schwer. Aber wir haben die sechs Punkte an diesem Wochenende eingefahren, das zählt“, bilanzierte ESC-Spielertrainer Marc Garthe. Jacek Darowski, Trainer der Crocodiles, war ob der Begleitumstände trotz der Niederlage zufrieden: „Wir mussten unterwegs den Bus am Berg anschieben und dann rund zwei Kilometer bergauf nebenher laufen. Wir haben uns hier gut präsentiert.“

Tore: 1:0 Schock (Pipp, Öttl) 0:46, 1:1 Fischer (D. Bruns) 5-4 3:41, 2:1 Pipp (Öttl, Noob) 4-5 12:12, 3:1 Schock (Pipp, Öttl) 14:04, 3:2 v. Gratkowski (Santos) 25:27, 4:2 Öttl (Schock, Whitehead) 5-4 29:01.

Strafen: Harzer Wölfe 28 – Hamburg Crocodiles 22

Zuschauer: 149

Harzer Wölfe: D'Antuono (T. Bannach), Öttl, Kähm, Noob, Hohaia, Korkus, Proskuryakov, Schock, Whitehead, Pipp, Meridian, Garthe, Pape, Romig, R. Bannach, Krebs.