Nun gilt es

Regionalliga: GSC empfängt SV Wilhelmshaven

„Wir wissen schon länger, um was es geht“, betont Frank Eulberg, Trainer des Goslarer SC, vor dem wichtigen Regionalliga-Spiel heute Abend um 18 Uhr in der S-Arena gegen den Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, den SV Wilhelmshaven. „Die Bereitschaft alles abzurufen, ist da“, sagt er.
Das war auch gegen den Hamburger SV II zu spüren. Genauso aber auch die Unsicherheit, die noch dramatischer wurde, als Alessandro Caruso nach einer knappen Stunde verletzt ausschied. Kai-Fabian Schulz oder der wieder einsatzbereite Christopher Kolm werden an der Seite des Abräumers Slavomir Lukac heute die Innenverteidigung bilden. Fehlen wird auch Tezcan Karabulut, nicht nur wegen der roten Karte.
Bei einem harten Foul von Christian Norgaard bereits in der ersten Hälfte, nach dem Karabulut sogar kurz das Bewusstsein verlor, hat er wohl eine schwere Gehirnerschütterung davon getragen. Dennoch spielte er weiter, allerdings phasenweise etwas benommen. So erklärt sich auch seine versuchte Tätlichkeit, als HSV-Kapitän Dettmann auf Nachfrage des Schiedsrichters fälschlich, „auf dem Video ist das ganz klar zu erkennen“, so Eulberg, angab, einen Ball nicht mehr berührt zu haben und so die Ecke bekam, die letztlich zum Hamburger Siegtreffer führte. „Eine grobe Unsportlichkeit, und das von einem Mannschaftskapitän“, klagt Eulberg.
Doch auch ohne rote Karte wäre Karabulut nicht einsatzfähig, immerhin lag er zwei Tage auf der Intensivstation. Wie Eulberg vorne agiert, ob er den seit Wochen unglücklich spielenden Mazan Moslehe bringt oder den ballsicheren, dafür nicht so schnellen Steve Ridder als klassischen Zehner einsetzt, entscheidet er kurzfristig. Vielleicht zaubert er ja auch noch eine andere Lösung aus dem Ärmel.
Wichtig ist, dass „wir viel Ballbesitz haben werden und dann zielgerichtet, sicher und klar nach vorne spielen“, so Eulberg. Und am Ende sollten dann die heiß ersehnten drei Punkte stehen.