Pokalaus für den Goslarer SC

Kevin Kahlert, hier ein Foto aus der vergangenen Saison, traf am Mittwoch gegen den VfL Osnabrück ins eigene Tor. (Foto: bo)

Fußball: Nach dem Spiel kam es zu einem Angiff von mutmaßlich Braunschweiger Ultras

Keine Chance hatte der Goslarer SC im Niedersachsenpokal gegen den VfL Osnabrück. Mit 0:5 unterlagen die Goslarer dem Drittligisten. Bitter für die Heimelf: Vier Gegentore fielen nach Eckbällen, zwei davon nach Patzern des Torwarts Edin Sancaktar. Den Rückstand fing sich die Heimelf vor rund 900 Zuschauern in der 11. Minute durch Marcel Kandziora. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang dem VfL dann die Vorentscheidung, als Davide Grassi zum 0:2 traf.
Derselbe Spieler war auch direkt nach Wiederanpfiff in der 47. Minute erfolgreich. Christian Gross traf in der 64. Minute zum 4:0 für die Osnabrücker. Den Schlusspunkt unter die Partie setzten dann unfreiwillig die Goslarer selbst. Kevin Kahlert erzielte ein Eigentor zum 0:5-Endstand.

Goslarer SC:

Edin Sancaktar, Kai-Fabian Schulz, Daniel von der Bracke, Garrit Golombek (50./Garrit Golombek), Karsten Fischer, Rico Gladrow, George Sebastian Kelbel, Kevin Kahlert, Jack Schubert (50./Kevin Pannewitz), Oliver Hofmann (58./David Loheider) und Daniel Vaughan.

Der VfL Osnabrück trifft nun im Viertelfinale auswärts auf die Freien Turner aus Braunschweig. Für die Goslarer ist dagegen der Traum von der Qualifikation für den DFB-Pokal ausgeträumt. Für sie geht es nun in der Liga darum, möglichst schnell aus dem Keller herauszukommen. Die Chance zum ersten Saisonsieg besteht bereits am morgigen Sonnabend. Um 14 Uhr ist der GSC beim VfB Lübeck zu Gast. Die Schleswig-Holsteiner haben in den ersten drei Partien bisher einen Sieg feiern können.

Angriff von mutmaßlich Braunschweiger Ultras

Auch nach diesem Spiel kam es wieder zu Auseinandersetzungen. Allerdings waren diesmal vermutlich keine Goslarer Fans daran beteiligt. Wie die Polizei berichtet, haben sich nach dem Spiel mutmaßlich Ultras von Eintracht Braunschweig gegenüber dem Ausgang Hüttenstieg versteckt.
Als die Osnabrücker Anhänger dort das Stadion verließen, griffen die zirka 20 mit blau-gelben Sturmhauben bekleideten Randalierer unter „Eintracht Braunschweig“-Rufen diese an. Insgesamt drei Osnabrücker Fans wurden dabei leicht verletzt. Nach dem überfallartigen Angriff flüchtete die Personengruppe weiter in den angrenzenden Wald. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnten von der Polizei die Personalien von insgesamt 17 Tatverdächtigen festgestellt werden. Bei der Festnahme der Tatverdächtigen verletzte sich ein Polizeibeamter leicht. Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung wurden eingeleitet.