Regen am Finaltag trübt tolles Turnier

Kim Gefeller vom TC Gifhorn gewann die Damenkonkurrenz. (Foto: bo)

Bad Harburg Tennis-Open müssen am letzten Tag in die Sporthalle ausweichen

Bad Harzburg (cfk). Gegen diesen Gegner hatten die Verantwortlichen der Bad Harzburg Open 2011 keine Chance. Alles war gerichtet für ein rundum gelungenes Tennisturnier, doch am Finaltag zeigte sich der Harzer Sommer von seiner unangenehmen Seite und nötigte Spieler und Verantwortliche zum Umzug in die Halle.
Das ging am Ende leider auf Kosten der Doppelrunde, die nicht bis zu den Siegern ausgespielt werden konnte. „Um 22.30 Uhr ist das letzte Einzelendspiel am Sonntag Abend zu Ende gegangen“, sagte TC Bad Harzburgs Vorsitzender Rolf Schwanecke, „da hatten wir keine Chance mehr, auch noch die Doppel auszuspielen.“ „Ohne das Entgegenkommen der Nachbarvereine TV Vienenburg, VfL Oker und Brunonia Harlingerode, wo wir am Vormittag in der Trockenphase die Halbfinals ausspielen konnten, wäre wir zeitlich wirklich in Schwierigkeiten gekommen“, sprach Pressesprecher Andreas Vollbrecht noch einmal den Dank an die Nachbarclubs aus.
Trotz des feuchten und definitiv anders geplanten Endes waren die Spieler insgesamt sehr zufrieden mit dem Turnier und seinem Ablauf. Der an Sieben gesetzte Artjom Agamov, der sich in der Herrenkonkurrenz in drei Sätzen gegen den an drei gesetzten Peter-Robert Hodel (TV Rinteln) durchsetzte, saß nach dem Endspiel noch einige Zeit in der Tennishalle mit den anderen Spielern und Verantwortlichen zusammen, bis er zum Bahnhof zu seinem Zug musste. „Er hat gesagt, er sei gerne hier gewesen und es habe eine schöne Atmosphäre geherrscht“, zitierte Schwanecke den Turniersieger vom TC Blau-Weiß Dresden, der mit seiner superschnellen, extrem flachen beidhändigen Rückhand nicht nur seinen Endspielgegner entzauberte.
Die Beliebtheit des Tuniers offenbart auch ein Blick in die Meldeliste. Spieler aus Göttingen, Braunschweig oder Hannover sind ja zu erwarten, doch kamen auch Teilnehmer aus Schwäbisch-Gmünd oder Stuttgart, um in Bad Harzburg das Racket zu schwingen und die schöne Atmosphäre zu genießen.
Dieses Lob hatte sich der TC Bad Harzburg, der die Rekordteilnehmerzahl von 138 gegenüber 80 Spielern im Vorjahr meldete, vor allem auf der eigenen Anlage verdient. Reibungsloser Ablauf und vor allem an den ersten Turniertagen eine enorme gute Zuschauerresonanz spornen die Spieler an. „Da waren Freitag und Samstag sicher jeweils 500 Gäste bei uns“, hatte Vollbrecht die Besucherzahlen kalkuliert.
Die dürften sich ganz besonders über den Sieg von Uwe Deneke gefreut haben. Er holte sich den Sieg bei den Herren 70, hatte seine Gruppenspiele sicher gewonnen. Im Endspiel stand er dann dem Berliner Ralf Bruse gegenüber, den er im Champions-Tiebreak des dritten Satzes mit 10:8 bezwang. Alt und jung vertrugen sich ohnehin ganz gut. „Die Spieler haben wiederholt gesagt, dass sie es gut finden, dass so viele Altersklassen am Start sind“, so Vollbrecht. Umso ärgerlicher, dass die Doppel, die bei den Herren alle Altersklassen zwischen 30 und 70 umfasst hätten, nicht ausgespielt wurden.
Bei den Damen schaffte es Patricia Skowronski vom Braunschweiger THC als ungesetzte Spielerin ins Finale. Doch auch wenn sie die gesetzte Celine Kirst (Wahlstedt) im Viertelfinale mit 6:0, 6:2 nahezu deklassierte, gegen Kim Gefeller (TC GW Gifhorn) musste sie sich im Finale in drei Durchgängen geschlagen geben. Mit Nadja Münnich setzte sich in der gemischten Klasse Damen 30/40 die topgesetzte Spielerin des TSV Lutter durch. Bis zum Endspiel gab sie nur sechs Spiele ab, im Finale dann aber gleich den ersten Satz, bevor sie dann doch noch in drei Durchgängen die Oberhand behielt. Einen Durchmarsch schaffte Pavel Jakunin (TTK Sachsenwald) in der Herren 30 Konkurrenz. In seinen vier Einzeln, die er bis zum Turniersieg zu absolvieren hatte, gab er lediglich neun Spiele ab. Bei den Herren 40 hätten der Lutteraner Thorsten Münnich fast eine Überraschung geschafft. Als Ungesetzter schaltete er die Drei und Eins der Setzliste aus. Im Finale unterlag er dann dem an vier gesetzten Herbert Palm (Wolfenbütteler THV) in drei engen Sätzen.