Tabellenführung eingebüßt

Rehdens Keeper klärt vor dem hochsteigenden Kahlert.

Regionalliga Nord: Goslarer SC spielt gegen den BSV Rehden 0:0-Unentschieden

Herz und Leidenschaft hatte Mario Block beim Goslarer SC wieder gesehen. „Wir haben nicht viel falsch gemacht“, lobte der Trainer des Regionalligisten seine Mannschaft. Dennoch büßte sie durch das 0:0 vor eigenem Publikum gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden die Tabellenführung an die Reserve des VfL Wolfsburg ein, der Flensburg 2:1 bezwang.
Dies tangiert Block jedoch nur am Rande, was ihn vielmehr berührte war das Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben gut gespielt“, stellte er vollkommen richtig fest. Rehden strahlte bis auf eine kleine Chance durch den ehemaligen Werder Bremen-Profi Francis Banecki keine Torgefahr aus. Mit Daniel Gunkel hatten die Gäste zwar noch einen erfahrenen Mann, der immer wieder versuchte, das Spiel geordnet aufzuziehen, mit dem Japaner Taiki Hirooka eine quirlige Anspielstation im vordersten Mittelfeld, aber das war es dann auch.
Goslar hingegen strahlte von beginn an Willen und Dynamik aus, erarbeitete sich eine Vielzahl hochkarätiger Torchancen. Allein Nils Pichinot hätte vor der Pause zwei, drei Treffer erzielen müssen. Doch meist scheiterte er an sich selbst, ein anderes Mal schlug ein Rehdener den am geschlagenen Torwart vorbei Richtung Tor trudelnden Ball vor der Linie noch weg. Doch dann hatten die Fans erneut den Torschrei auf den Lippen, als ein eher harmloser Schuss von Tezcan Karabulut BSV-Keeper Milos Mandic aus den Fingern rutschte und er den Ball wohl gerade noch vor der Linie wieder erwischte. Auch Rico Gladrow oder Marius Kleinsorge hatten hochkarätige Chancen, doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige.
Nach der Pause war das Bild im Prinzip das gleiche. Die Kaiserstadt-Kicker dominierten die Partie, doch es gelang einfach nicht, den Ball unter zu bringen. „Ich habe eigentlich nichts auszusetzen“, meinte denn auch Block, „nur dass wir kein Tor geschossen haben.“ Zumal die Goslarer endlich einmal die Null hinten stehen hatten. Dabei zählten die Außenverteidiger Oliver Hofmann und dann auch Daniel Vaughan zu weiteren Offensiv-Posten im GSC-Spiel, selbst Innenverteidiger Kevin Kahlert marschierte immer mehr mit nach vorne. Doch das nutzte genauso wenig wie die Wechsel. Zumal die Aktionen gegen Ende der auch einige Male überhastet waren. Bestes Beispiel war eine kurz gedachte Ecke, die der GSC dann völlig unbedrängt selbst ins Toraus schießt. So raunte es nur noch einmal im Stadionrund, als der für Karabulut eingewechselt Muhamed Alawie mit einem wuchtigen Schuss aus 18 Metern über den heraus eilenden Torwart hinweg die Lattenunterkante traf, von der der Ball aber wieder ins Spiel sprang.
Kommenden Sonntag muss der GSC beim SV Meppen antreten. Wenn es da spielerisch wieder so gut läuft, dann wird es sicher auch wieder mit dem Toreschießen klappen. Wichtig sind dem Trainer schließlich auch „Herz und Leidenschaft“.

Goslarer SC: Marc Brosius – Oliver Hofmann, Kai-Fabian Schulz, Kevin Kahlert, Daniel Vaughan – Karsten Fischer, Sven Hartwig – Tezcan Karabulut (79. Muhamed Alawie), Rico Gladrow (64. Sergej Evljuskin), Marius Kleinsorge – Nils Pichinot (67. Turkan Hajdari).