Vorgeschmack auf die Play-Offs

Beim letzten Penalty gegen Keven Gall war auch Mario D’Antuono machtlos.

Falken verlieren nervenaufreibendes Spiel gegen die Scorpions nach Penaltyschießen

Viele Fans der Falken und der Gäste aus der Landeshauptstadt trotzden am Abend den widrigen Wetterbedingungen und strömten zahlreich ins Wurmbergstadion von Braunlage. Die beschwerliche Anreise sollte sich allerdings für die 1.300 Fans auch lohnen.

Nach einem stimmungsvollen Auftakt mit Konfetti im Fanblock der Falken, mussten allerdings zuerst einmal die Eismeister ans Werk, denn das Konfetti war zwischenzeitlich festgefroren. Beide Teams schenkten sich danach in den ersten zehn Minuten nichts. In der 10. Minute sollte dann Christian Wittmann das erste Mal den Berg zum Beben bringen. Nach Vorarbeit von Christian Schock und Michael Fichtl konnte er Dennis Korff, der im Tor der Hannover Scorpions stand, überwinden und die 1:0 Führung erzielen. Doch die Führung sollte nicht lange halten, nach einer umstrittenen Penaltyentscheidung, konnten die Falken durch Thomas Herklotz durch den Strafpenalty den Ausgleich wieder herstellen. Die Gäste zeigten nun mehr Engagement und zogen gut zweieinhalb Minuten vor Ende des Drittels durch Maurice Keller sogar noch auf 2:1 davon. Mit diesem Spielstand ging es dann auch das erste Mal in die Kabine.
Aus der Kabine kamen die Jungs von Trainer Bernd Wohlmann dann aber wie die Feuerwehr und setzten die Gäste aus Hannover direkt unter Druck und wurden nach rund vier Minuten durch das Tor von Michael Fichtl auch belohnt und konnten somit das gerechte Unentschieden wieder herstellen. Die weiteren Minuten im zweiten Drittel vergingen fast schon im Flug, denn beide Teams neutralisierten sich beinahe komplett, so dass es auch keine großartigen Torchancen mehr gab und beide Teams zufrieden mit 2:2 das letzte Mal in die Kabine gingen.
Das letzte Drittel sollte dann noch einmal einiges an Zündstoff für Statistiker, Fans und Liebhaber des Eishockeys haben. Nachdem erst rund sieben Minuten vor Ende der Partie die Falken nach einer Strafe wegen Hakens gegen Michael Fichtl in Unterzahl antreten mussten und diese überstanden, mussten die Scorpions rund drei Minuten vor Schluss mit einem Mann weniger auskommen. Diese Überzahl der Falken sollte allerdings nichts einbringen, außer einer kleinen Prügelei, wofür sowohl Christian Schock von den Falken als auch Jan Hemmes von den Hannover Scorpions jeweils eine zwei Minuten Strafe erhielten. Allerdings sollte es 89 Sekunden vor Schluss noch zu einer unschönen Szene kommen, als Christian Wittmann einen Check gegen Thomas Pape fuhr und dieser mit blutendem Gesicht auf dem Eis liegen blieb. Im Anschluss musste nicht nur Pape von den Sanitätern vom Eis getragen werden, sondern auch Christian Wittmann bekam eine Matchstrafe (5 Minuten) für seine Aktion. Somit mussten die Falken in den letzten Sekunden mit einem Mann weniger auskommen, bissen sich jedoch bis zur Overtime durch. In dieser mussten die Falken dann auch noch rund dreieinhalb Minuten in Unterzahl überstanden.
Unglücklich fing der Start im Penaltyschießen für die Falken an, denn während Maximilian Bauer seinen Penalty nicht verwandeln konnte, sollte Phil Hungerecker von den Scorpions seinen vorbei an Mario D’Antuono im Tor versenken. Die Falken liefen nun natürlich einem Rückstand hinterher, jedoch in der dritten Runde sollte Christian Schock die Scheibe an Dennis Korff vorbei ins Tor der Scorpions schieben können. Nun lag alles in der Fanghand von Mario D’Antuono, der wie schon so oft an diesem Abend glänzend parierte und die Falken somit im Spiel hielt. Die nächsten vier Runden konnte keins der Teams den jeweils anderen Torhüter überwinden. Auch in der fünften Runde konnte Michael Schwindt nicht an Dennis Korff vorbeischießen, jedoch gelang es Keven Gall Mario D’Antuono zu überwinden und somit gewannen die Hannover Scorpions dieses enge und spannende Spiel am Ende mit 3:2. Dieses Spiel begeisterte alle Fans und brachte bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die in gut drei Wochen anstehenden Playoffs, wo man bei einem eventuellen Halbfinale erneut aufeinandertreffen würde.