Wegweisende Spiele für die Harzer Wölfe

Die Defensive der Harzer Wölfe wird gegen Timmendorf gefordert werden. (Foto: bo)
Braunlage (rk). Es sind nur zwei Spiele, doch für die Harzer Wölfe hängt praktisch die gesamte Saison an den beiden anstehenden Partien in der Eishockey-Oberliga Nord. Der ESC ist zum Siegen verdammt, denn nur mit zwei Erfolgen bleiben die Braunlager im Rennen um einen der beiden begehrten Play-Off-Plätze. Die Kontrahenten stehen in der Tabelle jeweils vor den derzeitig viertplatzierten Harzern. Am Freitag empfängt der ESC im heimischen Wurmbergstadion ab 20 Uhr den EHC Timmendorfer Strand 06, am Sonnabend führt die Reise zu den starken Hannover Braves an den Pferdeturm.
Die Timmendorfer spielen bislang eine erfolgreiche Saison. Ausgeglichen und stark bis in die vierte Reihe präsentiert sich der Kader, mit Björn Reinke und Matthias Rieck verfügt der EHCT neben den Wölfen über das wohl beste Torhüter-Duo der Liga. Die ewig jungen Duelle zwischen Berg und Küste zählen seit Jahren zu den Highlights der Saison. Auch das erste Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit bot Spannung bis zur letzten Sekunde, in einem dramatischen Spiel behielten letztlich die Timmendorfer mit 5:4 die Oberhand. Am Wurmberg soll nun auch mit Hilfe des Publikums im Rücken der Spieß umgedreht werden.
Auch die Begegnungen gegen die Braves boten in dieser Saison schon zweimal Eishockey auf höchstem Niveau. Zweimal jedoch hatten auch die Wölfe das Nachsehen. Am Samstag ab 19.30 Uhr soll nun endlich der erste Sieg gegen die Jung-Indianer folgen. Konnten die Mannschaft vom Pferdeturm beim knappen 3:2-Erfolg im letzten Aufeinandertreffen noch auf sämtliche Förderlizenzspieler zurückgreifen, so scheint dies am Wochenende fraglich. Die Indians sind in der zweiten Liga sowohl am Freitag als auch am Sonntag im Einsatz, eine Komplettabstellung der Nachwuchstalente ist unwahrscheinlich. Dennoch verfügen die Braves mit dem kanadischen Sturmduo Olidis/Koudys über eine hervorragende Offensivwaffe, die von der Wölfe-Abwehr in den Griff bekommen werden muss.
Verzichten müssen die Harzer am Freitag leider auf Mark Hinz, der seine Spieldauerstrafe aus dem Wedemark-Spiel absitzt. Dafür ist Michael Fichtl nach abgesessener Strafe (drei Zehn-Minutenstrafen) wieder mit an Bord.
Ansonsten kann das Trainerduo der Wölfe aus dem Vollen schöpfen, ein wichtiger Faktor vor den möglicherweise wichtigsten Spielen der Saison.