Brückenbauwerk soll Verkehrssicherheit gewährleisten

Laut Planfeststellungsbeschluss soll im Kreuzungsbereich L496 (Abfahrt Lutter) und der B 82 ein Brückenbauwerk entstehen. Davon versprechen sich die Verantwortlichen eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit. Dieser Plan wurde schon im Vorfeld heftig kritisiert.

Pläne zum Ausbau der Bundesstraße 82 sind aus Sicht des Hahäuser Gemeinderates nicht ideal

Hahausen. Wird der Ausbau der Bundesstraße 82 auf dem Teilstück zwischen den Anschlussstellen Hahausen und Langelsheim so realisiert, wie es im jüngst veröffentlichten Planfeststellungsbeschluss festgehalten wurde, dann wird der Kreuzungsbereich zwischen der L 496 (Abfahrt Lutter) und der Bundesstraße in einigen Jahren von einem Brückenbauwerk dominiert. Dies teilte Gemeindedirektor Peter Kühlewindt am Dienstagabend im Rahmen der Hahäuser Ratssitzung mit.
Demnach haben die Anregungen, Hinweise und Bedenken, die unter anderem der Gemeinderat Hahausen hinsichtlich einer Brücke eingebracht hatte, nichts bewirkt. „Aus Gründen der Verkehrssicherheit sind Gutachter zu dem Schluss gekommen, dass nur ein Brückenbauwerk, das als Auf- und Abfahrt für die L 496 dienen soll, die Verkehrssicherheit gewährleisten kann“, so Peter Kühlewindt. Aus Hahausen kam beispielsweise der Vorschlag, den Kreuzungsbereich durch eine Ampelanlage oder einen Kreisel verkehrssicherer zu gestalten.
Im Vorfeld hatten vor allem Landwirte aus dem Bereich der Samtgemeinde große Bedenken angemeldet, da sie die Bundesstraße dann nicht mehr mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen befahren dürfen. Sie müssen künftig dann auf entlastende Straßen ausweichen, die im Nahbereich der B 82 verlaufen und für die Zwecke noch entsprechend umgebaut werden.
Die Trägerschaft für die entlastenden Straßen, und das war einer der Hauptknackpunkte, wird der Landkreis Goslar übernehmen. So sieht es zumindest der Planfeststellungsbeschluss vor. Für die Samtgemeinde Lutter und vor allem für die Stadt Langelsheim sei das eine sehr gute Nachricht, führte Kühlewindt aus. „Der Unterhalt dieser Straßen hätte bei uns, aber in erster Linie in Langelsheim zu großen finanziellen Belastungen geführt“, sagte Kühlewindt. Diese müssten jetzt aber nicht befürchtet werden, weshalb auch keine rechtlichen Einsprüche gegen den Planfeststellungsbeschluss geltend gemacht werden können. Dennoch betrachten Verwaltung und Politik die jetzt getroffenen Planungen nicht als Ideal. „Aus unserer Sicht ist das natürlich alles andere als optimal gelaufen“, stellte der Verwaltungschef fest.
Wann mit dem Ausbau begonnen wird, und ob die Pläne wie sie nun festgehalten wurden, umgesetzt werden, steht noch nicht fest. Privatleute können beispielsweise noch rechtliche Einwände haben. Ferner geistert auch noch die Idee die B82, von der Anschlussstelle Langelsheim bis zur Autobahn vierspurig auszubauen. Es wird also noch einige Zeit vergehen, bis auf dem Streckenabschnitt die Baufahrzeuge anrollen.