Die Kunst des positiven Denkens

Ulrich Mühlhaus sprach beim Hahäuser Frauenfrühstück über die Energie des positiven Denkens. (Foto: bo)

Ulrich Mühlhaus referiert beim Hahäuser Frauenfrühstück über die Energie einer positiven Grundstimmung

Auf volle Reihen blickte am Wochenende Ulrich Mühlhaus, Diplom-Finanzwirt aus Liebenburg, der als Referent zum inzwischen traditionellen Frauenfrühstück nach Hahausen gekommen war. Die Veranstaltung war schon Wochen vor ihrem Beginn restlos ausgebucht, und das Organisationsteam um Gudrun Langner und Christel Kocea hatte erneut keine Mühen gescheut.

Das Gemeindehaus war gemütlich hergerichtet und ein Frühstücksbuffet organisiert, das den Vergleich mit dem eines Vier-Sterne-Hotels nicht scheuen musste.
Gut gestärkt und bestens aufgelegt verfolgten die Damen dann schließlich den Vortrag von Ulrich Mühlhaus, der zum Thema „Wie verändert positives Denken unser Leben“ sprach. Der 61-jährige Mühlhaus stellte in seinem rund anderthalbstündigen Vortrag dar, welche Auswirkungen positives respektive negatives Denken auf die persönliche Lebenssituation hat. Dabei scheute sich der 61-Jährige auch nicht, Beispiele aus seinem eigenen Leben und dem seines Bekanntenkreises preis zu geben. Mühlhaus nutzte die Beispiele aus seinem eigenen Leben auch um darzustellen, was bestimmte Denkweisen auslösen und wohin sie letztlich führen können. So skizzierte der Referent verschiedene Lebensbereiche und Lebensstationen, in denen Menschen Entscheidungen treffen, die ihnen mitunter nicht gut tun. Er erläuterte aber auch, wie man es anders machen könnte ohne dabei den Anspruch zu verfolgen, dass seine Schlussfolgerungen jedem nutzen würden.
Dazu zog er ein Beispiel heran, wie es nahezu jedem im Alltag begegnen könnte. So beschrieb Mühlhaus eine Situation am Morgen. „Ich gehe mit dem Hund. Es ist früher Morgen. Ich bin müde. Es regnet und ich beginne zu denken. An dieser Stelle wird es schon interessant. Gehen wir mal davon aus, ich denke: „So ein Scheißwetter, jeden Morgen muss ich mit dem Hund raus. Ich werde nass. Ich muss den Hund abtrocknen. Der stinkt dann trotzdem. Ich setze mich schlecht gelaunt an den Frühstückstisch, streite mich mit meiner Partnerin, gehe zusätzlich mit einem schlechten Gewissen zur Arbeit und es geht weiter. Mein Chef ruft mich rein und beschwert sich über einen Fehler, den ich gemacht habe, und ich fange an, nach irgendwelchen schlechten Ausflüchten zu suchen.“
So ein Tagesbeginn, wie ihn Mühlhaus in seinem Vortrag schilderte, kann man schnell als einen sogenannten „gebrauchten Tag“ bezeichnen, der in den meisten Fällen wenig gutes bereithält. Es besteht aber auch die Möglichkeit den regnerischen Tag mit positiven Gedanken zu beginnen. So ärgert man sich nicht über den Regen, sondern freut sich, die richtige Kleidung für jedes Wetter zu besitzen, und auch der Spaziergang mit dem Hund ist aufgrund guten Zeitmanagements eher Freude als Last. Das Frühstück mit der Familie verläuft scherzend, der Vorgesetzte bei der Arbeit macht zwar trotzdem auf einen Fehler aufmerksam, doch man gibt ihn unumwunden zu und verspricht ihn auszumerzen.
Der Tag verläuft positiver, obwohl sich an der Grundsituation eigentlich nichts geändert hat.
Es war vor allem diese Botschaft, die Mühlhaus mit seinem Vortrag vermittelte, und als „Gesetz der Resonanz“ bezeichnete. Begegne ich mir und meinen Mitmenschen mit einer positiven Grundstimmung, so wird in den meisten Fällen auch positiv auf mich reagiert.
Dabei leugnete Mühlhaus jedoch nicht, dass es auch Probleme gibt, die eben nicht ausschließlich mit positivem Denken gerichtet werden können, aber eine positive Grundstimmung bei der Lösung grundsätzlich förderlich sein kann.