Ein unverzichtbares Gerät für den Ernstfall

Bernd Kerwien (4. von links) überreicht Hahausens Ortsbrandmeister Jörg Rühmann (3. von rechts) die Wärmebildkamera. Stefan Rühmann (2. von rechts) und Bernd Kerwien haben die Aktion koordiniert.

Feuerwehr Hahausen schafft Wärmebildkamera mit Hilfe von Sponsorengeldern an

Es ist recht ungewöhnlich, dass sich eine Feuerwehr selber auf die Suche nach Sponsoren begibt, um wichtige Ausstattungen für den Einsatzbetrieb anzuschaffen. Die Feuerwehr Hahausen ist diesen Weg nun gegangen und hat Dank der großen Spendenbereitschaft von Unternehmen und Privatleuten den Kauf einer Wärmebildkamera des Typs „Flir K50“ realisieren können.

„Ein Modell für die Zukunft soll diese Initiative jedoch nicht sein“, erklärte Hahausens scheidender Ortsbrandmeister Jörg Rühmann bei der Übergabe der Kamera am Dienstagabend. „Es muss weiterhin Aufgabe der Kommune sein, die Feuerwehren materiell auszustatten. Wir bringen ja schon einen großen Teil unserer Freizeit für die Arbeit in der Feuerwehr ein, deshalb handelt es sich hierbei also um eine einmalige Aktion“, so Rühmann weiter.
„Mit der Wärmebildkamera“, so erläuterte es Bernd Kerwien, der zusammen mit Stefan Rühmann die Spendeneinwerbung koordinierte, „haben wir nicht nur wieder ein Stück mehr Sicherheit für die Bevölkerung gewonnen, sondern wir tragen auch zur erhöhten Sicherheit unserer eigenen Leute bei.“
Eine Wärmebildkamera, wie sie sich nun auch im Besitz der Hahäuser Brandschützer befindet, wird heute eigentlich bei jedem Brandeinsatz benötigt. So wird das Geräte beispielsweise eingesetzt, wenn sich die Brandschützer auf die Suche nach Glutnestern oder Ähnlichem begeben. Ohne entsprechende Wärmebildkamera müssten unter Umständen ganze Deckenverkleidungen heruntergerissen werden, was nicht nur sehr aufwendig ist, sondern letztlich auch höhere Schadenssummen verursacht.
Neben dem Einsatz im Brandfall ist eine Wärmebildkamera aber auch nützlicher Ausrüstungsgegenstand bei der Suche nach vermissten Personen im Freien. Viele weitere Details, wie die Möglichkeit Bilder zu speichern, lassen die Kamera zu einem äußerst nützlichen Begleiter werden, der künftig die Arbeit der Hahäuser Brandschützer erleichtern wird.
Bei der nun aus Spendengeldern angeschafften Wärmebildkamera handelt es sich übrigens um die erste ihrer Art in der Samtgemeinde Lutter.
Auf diesem Weg möchten sich die Hahäuser Feuerwehrleute nochmals bei allen Sponsoren bedanken. Neben Privatleuten waren es vor allem Spenden von Banken, Landwirten und aus dem Bereich der Versicherungswirtschaft.