Harzklub Hahausen ist solide aufgestellt

Seit 40 Jahren halten sie ihrem Harzklub die Treue. Die Geehrten zusammen mit Teilen des Vorstandes.
 
Wanderwart Klaus Asmus erhält von Dr. Michael Ermrich die goldene Wandernadel.
 
Im Amt bestätigt: Klaus-Dieter Schumann bleibt 1. Vorsitzender. Seine Wahl verlief einstimmig.

Klaus-Dieter Schumann als 1. Vorsitzender bestätigt / Mitgliederwerbung steht ganz oben auf der Agenda

Größtenteils harmonisch verlief am Samstagabend die Jahreshauptversammlung des Harzklub-Zweigvereins Neuekrug-Hahausen. Einzig Wanderwart Klaus Asmus übte ein wenig Kritik, als er sagte, dass er mit den Teilnehmerzahlen bei den regelmäßig angebotenen Wanderungen nicht zufrieden sei. So hätte sich im vergangenen Jahr bei manchen Veranstaltungen kein Vereinsmitglied aus Hahausen blicken lassen, während andere Wanderer auch Anreisen aus Braunschweig nicht gescheut hätten. Asmus forderte deshalb mit Blick auf die Wanderungen in diesem Jahr, dass sich doch bitte mehr Wanderer aus den eigenen Reihen aufraffen mögen und die Angebote wahrnehmen.

Ansonsten hatte die Jahreshauptversammlung keinen negativen Stoff zu bieten. Im Gegenteil: Der Hahäuser Harzklub ist nach Aussage vom 1. Vorsitzenden Klaus-Dieter Schumann nicht nur finanziell, sondern auch im Hinblick auf die Anzahl der Mitglieder solide aufgestellt. Und die zahlreichen Jahresberichte der einzelnen Fachwarte unterstrichen erneut, dass der Zweigverein Neuekrug-Hahausen nicht nur seinen Mitgliedern eine große Vielfalt bietet.

So erinnerte Harzklub-Chef Klaus-Dieter Schumann unter anderem an die Teilnahme am Deutschen Wandertag in Bad Harzburg, wo sich vor allem die Heimatgruppe des Vereins von ihrer besten Seite präsentierte. In diesem Zusammenhang dankte der Vorsitzende Heimatgruppen-Leiterin Anita Seewaldt und betonte, dass die Funktionsfähigkeit der Heimatgruppe nicht selbstverständlich sei und es stets viel Einsatz erfordere, die Gruppe am Leben zu erhalten und mit ihr auftreten zu können. Denn auch der Harzklub, so Schumann weiter, leide wie viele andere Vereine auch unter Nachwuchsproblemen. Aus diesem Grund möchte sich der Vorstand in diesem Jahr auch schwerpunktmäßig mit der Werbung neuer Mitglieder beschäftigen.
Darüber hinaus, so Schumann, würde der Harzklub mit seinen zahlreichen Wanderungen, der Harzklubhütte, die er als Juwel des Vereins bezeichnete, und den mannigfaltigen Angeboten für die Senioren stets ein attraktives Veranstaltungsprogramm bieten, von dem nicht nur die Gemeinde Hahausen profitiere.

Seinen Dank richtete Schumann deshalb in erster Linie an alle Mitglieder, die große Teile ihrer Freizeit investieren und so die Angebotspalette überhaupt ermöglichen. Aber auch Politik und Verwaltung lobte Schumann dafür, dass sie stets ein offenes Ohr für die Belange des Harzklubs hätten.
In puncto Mitgliederbestand konnte der 1. Vorsitzende von einem leichten Aufwärtstrend berichten. Insgesamt traten im vergangenen Jahr acht neue Mitglieder ein. Demgegenüber standen zwei Austritte und vier Todesfälle, was in der Summe eine Mitgliederanzahl von 292 ergibt. Davon sind übrigens 165 Mitglieder dem Harzklub schon mindestens 16 Jahre treu.

Nach den Ausführungen von Klaus-Dieter Schumann folgten die Fachwarte mit ihren Berichten. Wanderwart Klaus Asmus, dessen Kritik bereits erwähnt wurde, erinnerte an 18 Wanderungen an denen insgesamt 237 Personen teilgenommen haben. Auch für dieses Jahr hat Asmus wieder ein strammes Programm ausgearbeitet, dabei setzt der begeisterte Wanderer auch weiterhin auf Kooperation mit benachbarten Zweigvereinen. Das Wanderprogramm des Hahäuser Harzklubs wird in einer der nächsten Ausgaben des "Beobachter" thematisiert. Asmus wurde im übrigen noch eine besondere Ehrung zuteil. Er erhielt die goldene Wandernadel des Harzklub-Hauptvereins und die silberne Wandernadel des deutschen Wanderverbandes.
Heimatgruppen-Leiterin Anita Seewaldt griff in ihrem Bericht auch einige Punkte von Klaus-Dieter Schumann auf, indem sie ebenfalls um Mitglieder speziell für die Heimatgruppe warb. Ferner blickte Anita Seewaldt neben 38 absolvierten Übungsabenden ebenfalls auf den großen Auftritt beim Deutschen Wandertag im August zurück sowie auf das Konzert auf dem Brocken am Tag der deutschen Einheit.

Wegewart Hans-Joachim Süßschlaf erläuterte in seinem knappen Bericht, was er und sein Team im vergangenen Jahr geleistet hat. Vor allem der Deutsche Wandertag hätte viel Arbeitskraft gefordert, da rund 60 Pfähle für Wegemarken erneuert oder neu aufgestellt werden mussten. Des Weiteren haben sich Süßschlaf und seine Mitstreiter um die Wegepflege, den Erhalt von Ruhebänken sowie die Erfassung der Schilderstandorte mit einem GPS-Gerät gekümmert.
Seniorenwart Eckhard Ibendahl blickte auf insgesamt elf Treffen der Seniorengruppe zurück, bei denen in Summe 249 Teilnehmer begrüßt werden konnten.
Hüttenwartin Ingrid Schmidt berichtete von 31 Tagen an denen die Harzklubhütte geöffnet war. Insgesamt konnten sie und ihr Team 877 Gäste begrüßen. Die Bewirtung der Harzklubhütte ist zwar ein anstrengendes und zeitaufwendiges Geschäft, stellt aber die wichtigste Einnahmequelle des Vereins da. Denn wie aus dem tadellosen Kassenbericht von Karin Netzer hervorging erzielte das Hüttenteam einen Umsatz von über 5.000 Euro.

Im weiteren Verlauf der Sitzung standen dann noch Ehrungen, Wahlen und ein bemerkenswertes Grußwort vom scheidenden Vorsitzenden des Harzklub-Hauptvereins Dr. Michael Ermrich auf dem Programm.
Die Wahlen verliefen reibungslos. Klaus-Dieter Schumann wurde in seinem Amt als 1. Vorsitzender einstimmig bestätigt, und auch die Seniorenwarte Eckhard Ibendahl und Angela Förster erhielten ein einstimmiges Votum von der Versammlung. Schriftführerin Karin Ende darf sich über ein wenig Entlastung freuen, denn mit Jürgen Metze bekommt sie ab sofort einen Stellvertreter zur Seite gestellt. Die Kasse wird von Otto Steinmann und Elke Bock geprüft.

Dr. Michael Ermrich, der sich auf Abschiedstour durch die Zweigvereine befindet, dankte in seinem Grußwort dem ehrenamtlichen Engagement der Hahäuser Harzklubler. Ferner blickte er mit berechtigtem Stolz aber dennoch bescheiden auf sein Wirken in seiner rund 20-jährigen Laufbahn als Vorsitzender des Hauptverbandes zurück. Dabei bezeichnete er die Wiedervereinigung, die sich im vergangenen Jahr zum 25. Mal jährte, als großes Glück für den Harz, und der Harzklub hätte bei dem Prozess der Annäherung einen wichtigen Beitrag geleistet. Ferner erklärte Dr. Ermrich, dass er Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk bei der Jahreshauptversammlung des Hauptvereins im April in Hahnenklee als seinen Nachfolger vorschlagen wird. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Dr. Junk den Harzklub mit seinen Ideen und Vorstößen voranbringen kann. Zudem sagte Ermrich, dass auch der Hauptverein seinen Schwerpunkt in diesem Jahr im Bereich der Nachwuchsarbeit setzen möchte, weshalb 2015 zum "Jahr der Jugend" erklärt wurde. Mit der Wiederbelebung von "Schulwanderungen" und weiteren maßgeschneiderten Angeboten möchte der Harzklub um neue Mitglieder buhlen.
Bevor Schumann die Versammlung nach rund anderthalb Stunden schloss dankte auch Hahausens Bürgermeister Henri Hoffmeister dem Harzklub für sein positives Wirken.

Ehrungen für langjährige Vereinsmitgliedschaft:


10 Jahre: Marie-Luise Ahrens, Eckhard Ibendahl, Horst Matussek, Annika Ohms, Christina Ohms, Vanessa Ohms und Marlene Zachan
25 Jahre: Brunhilde Hoffmeister, Ursula König, Erika Rösner, Erhard Schnieder, Walburga Schnieder Krings und Jürgen Vibrans
40 Jahre: Ingeborg Dürkop, Dorothea Franke, Angelika Gorski, Heinz Klingebiel, Willibald Mannel, Ursel Salzbrunn und Gisela Tappe
Ehrenmitgliedschaft: Winfried Spickermann.