Horst Fricke für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Hahausen geehrt

Premiere für Bürgermeister Eckhard Ohlendorf. Erstmals verlieh er in seiner noch jungen Amtszeit eine Ehrennadel.

Rückblick, Ehrungen und Beförderungen bei der Versammlung der Brandschützer

Für Hahausens Brandschützer war es ein besonderer Moment.

 Zwar sind Ehrungen im Rahmen der Jahreshauptversammlung an sich ja nichts ungewöhnliches, doch wenn jemand für 70 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wird, ist es doch ein besonderes Ereignis. Horst Fricke trat mit 15 Jahren der Feuerwehr bei. 70 Jahre später stand der heute 85-Jährige im Mittelpunkt. „Nach dem Krieg wollte kaum einer der Feuerwehr beitreten”, erinnert sich der Jubilar an seinen Eintritt im Jahr 1947 zurück. Eine Premiere gab es obendrein. Denn erstmals in seiner noch jungen Amtszeit durfte Bürgermeister Eckhard Ohlendorf (Wählergemeinschaft Hahausen) eine Ehrennadel anstecken. Dazu holte ihn Gemeindebrandmeister Hans-Hermann Beltau nach vorn. Nachgeholt wird noch die Auszeichnung von Dieter Ohms, er ist seit 60 Jahren Feuerwehrmitglied.
Hochwasser und Verkehrsunfälle bestimmen Einsatzjahr
Rückblickend war es für die Hahäuser Brandschützer ein ereignisreiches Jahr 2016. 16 Einsätze standen zum Jahresende zu Buche. Hochwasser und Verkehrsunfälle dominierten sie. Letzteres war für die Hahäuser Neuland. Im Zuge der Änderung des Rettungskonzeptes der Samtgemeinde Lutter sind die Hahäuser bei Verkehrsunfällen jetzt gefordert. Dazu wurden sie mit einem sogenannten Rettungssatz bestehend aus Schere und Spreizer ausgestattet. Zwei schwere Verkehrsunfälle bestimmten das Einsatzgeschehen. Beim Unfall auf der L496 waren die Hahäuser als erstes vor Ort, sie setzten ihr Rettungsgerät ein. Eine Mutter mit ihren zwei Kindern saß in einem der beiden Fahrzeuge. Auf der Straße zwischen Neu- und Altwallmoden fuhr Anfang September 2016 der Fahrer gegen einen Baum und verstarb. Solche Einsätze bringen die Feuerwehrleute an ihre Belastungsgrenze, vor allem wenn sie einen Toten bergen müssen. Nicht jeder kann mit so etwas gut umgehen. Pfarrerin Johanna Bernstengel wird sich für die Notfallseelsorge fortbilden. „Für Juli habe ich einen Seminarplatz bekommen“, sagte sie bei der Jahreshauptversammlung. Abseits davon steht sie den Feuerwehrleuten als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Die Hahäuser sollen sich nicht scheuen, wenn sie Redebedarf haben, zum Telefonhörer zu greifen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe des Beobachters vom 16. Januar.