Sportvereine streben eine Fusion an

Die geehrten Mitglieder des VfL Hahausen (1. Reihe von links): Winfried Funk, Christina Kuhl, Marion Maibaum, 1. Vorsitzender Wolfgang Hasprich und Ann-Kathrin Maibaum; (2. Reihe von links): Randolf Kuhl, Sebastian Schlanert, Bernd Ruhe und Siegfried Maibaum.

VfL Hahausen zieht Jahresbilanz und berät über die Zukunft des Vereins

Der demografische Wandel zwingt nicht nur Kommunen zum Handeln, sondern hat auch Vereine fest in seinem Griff. Da ist es nur folgerichtig, dass die drei großen Sportvereine in der Samtgemeinde Lutter, der VfL Hahausen, der TSV Lutter und der SV Neuwallmoden planen, ihre Kräfte künftig noch stärker bündeln zu wollen, um ihren Mitgliedern auch weiterhin ein breit gefächertes Angebot offerieren zu können.

Da einer Fusion von Sportvereinen aber ein recht komplexer und komplizierter Prozess vorausgeht, der eine rechtzeitige und umfassende Einbindung kommunaler Gremien verlangt, planen die Vereine zunächst die bereits partiell bestehende Zusammenarbeit wie zum Beispiel im Jugendbereich mit der JSG Neiletal, der erfolgreichen Spielgemeinschaften vom VfL Hahausen und TSV Lutter im Herren- sowie im Damenfußballbereich um den SV Neuwallmoden zu erweitern.
Mit diesem Thema beschäftigten sich am Samstagabend die Mitglieder des VfL Hahausen im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung. Wie Wolfgang Hasprich, Vorsitzender des VfL, ausführte, sei eine Fusion der drei Sportvereine grundsätzlich das angestrebte Ziel für die Zukunft. Dies werde auch von allen Vorständen begrüßt und entsprechend mitgetragen.
Der Fusionsprozess werde jedoch trotz aller Einigkeit noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da neben den Vereinsmitgliedern wie bereits erwähnt auch die kommunalen Vertreter in den Gemeinderäten der Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde Lutter rechtzeitig einzubinden sind, da die Mitgliedsgemeinden (Lutter, Hahausen und Wallmoden) Träger und somit Eigentümer der Sportstätten sind. „Deshalb“, so einem Schreiben der drei Vereinsvorstände zu entnehmen, „könnte ein Trägerwechsel bei der Fusion der Vereine die rechtliche Folge sein“.
Um den Fusionsprozess einzuleiten soll deshalb zunächst ein Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich der Fußballsparten folgen. Ein entsprechender Antrag auf Genehmigung einer Spielgemeinschaft aus den drei Vereinen wurde bereits beim zuständigen Ausschuss des Niedersächsischen Fußballverbandes gestellt und genehmigt. Die weiteren Einzelheiten werden die Fachwarte der Vereine ausarbeiten.
Die verhältnismäßig schnelle Vorgehensweise ist der Wettbewerbssituation und den vom Fußballverband vorgegebenen Regelungen und dem Zeitplan für die Spielzeit 2015/2016 geschuldet. Zudem erfordert die Bindung der aktiven Spieler schnelles Handeln. Die Spielgemeinschaft soll den Namen SG Neiletal erhalten.
Neben der Bildung einer Spielgemeinschaft im Fußballbereich der Herren soll bis zu einer Fusion die Kooperation weiterer Sparten vorangetrieben und durch die jeweiligen Spartenleiter vorbereitet werden.
Die Mitglieder des VfL Hahausen begrüßten dieses Vorhaben, da auch sie der Auffassung sind, dass diese Kooperation einen echten Mehrwert für die Zukunft verspricht.
In seinem Jahresbericht ging Vorsitzender Wolfgang Hasprich dann in der Folge auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres ein. So berichtete Hasprich davon, dass die Damengymnastikgruppe aktuell ohne Übungsleiterin auskommen muss, dass Bernadette Kulessa ihre Tätigkeit niedergelegt hat. Der Trainingsbetrieb wird von den verbliebenen Mitgliedern, gegenwärtig sind es nur acht aktive Sportlerin, in Eigenregie organisiert. Darüber hinaus erinnerte VfL-Chef Hasprich an Veranstaltungen wie das Lampion-Sommerfest, die Osterfeuerparty, das Zeltlager für Kinder, das Oktoberfest und die Weihnachtsfeier.
Als der Kassenbericht anstand, wurde wieder ein Problem zutage gefördert, das den VfL Hahausen schon seit dem vergangenen Jahr beschäftigt. Auf der Jahreshauptversammlung 2014 (der „Beobachter“ berichtete) hatte der langjährige Kassenwart Peter Warnecke, der in Vereinskreisen liebevoll „Pit“ genannt wird, seinen baldigen Rückzug angekündigt. Er übt das Amt seither kommissarisch aus und wird es im nächsten Jahr definitiv niederlegen. Aus diesem Grund fragte Hasprich am Samstagabend erneut in die Runde, ob sich inzwischen jemand vorstellen könnte, dieses Amt nach dem Ausscheiden von Peter Warnecke zu übernehmen. Doch wieder erntete Hasprich nur betretenes Schweigen. Niemand konnte sich nur im Ansatz dazu durchringen, künftig in die Fußstapfen von Warnecke zu treten. Es bleibt also weiterhin spannend.
Am Kassenbericht gab es wiederum nichts auszusetzen. Die Entlastung des Vorstandes war nur reine Formsache.
Nach dem Bericht von Hasprich folgte ein Grußwort von Bürgermeister Henri Hoffmeister bevor die Ehrungen langjähriger Mitglieder durchgeführt wurden. Seit 15 Jahren ist Sebastian Schlanert bereits Mitglied im VfL. Dafür erhielt er wie alle anderen Geehrten an diesem Abend auch eine Urkunde und einen kleinen Pokal.
Seit 25 Jahren gehören Mariona Maibaum, Christina Kuhl, Randolf Kuhl und Siegfried Maibaum dem Hahäuser Sportverein an. Winfried Funk und Bernd Ruhe bringen es sogar schon auf 40 Jahre.
Ann-Kathrin Maibaum durfte sich über eine Magnum-Flasche Sekt freuen. Diese erhielt sie als kleines Dankeschön, da sie im Sportheim für Ordnung und Sauberkeit sorgt.
Mit weiteren Berichten vom Spielausschussobmann Winfried Funk, über die Herrensportgruppe und die Aktivitäten der JSG Neiletal endete die Jahreshauptversammlung.

Mitgliederbestand:
Aktuell zählt der Hahäuser Sportverein 198 Mitglieder. Somit ist die Tendenz leicht fallend.