Wählergemeinschaft fordert Sanierung der K 69

Der Zustand der Kreisstraße 69 im Verlauf der Ortsdurchfahrt Hahausen ist desolat. Die Wähler- gemeinschaft fordert eine zeitnahe Sanierung.
 
Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Hahausen (WGH) fordern, dass der Graben entlang der K 69 ausgebaggert wird. Die Straßenmeisterei Seesen hat angekündigt, dass diese Maßnahme am kommenden Donnerstag beginnt.

In Hahausen wächst der Unmut über nachlässige Haltung des Landkreises Goslar und die Kreisumlage

Bei der Wählergemeinschaft Hahausen (WGH) herrscht seit ihrer vergangenen Fraktionssitzung großer Unmut über den Landkreis Goslar und die Straßenmeisterei in Seesen.
Auf der Kreisstraße 69 in Richtung der Ortschaft Rhüden haben Arbeiter der Straßenmeisterei vor kurzem den Seitenstreifen zwischen Fahrbahn und Graben abgebaggert, und die angefallene Erde wurde zu einem großen Teil einfach in den Graben geschoben.
Nun befürchten die Mitglieder der WGH, dass das Wasser beim nächsten Starkregen oder bei der Schneeschmelze nicht richtig abfließen kann. „Die Anwohner im Hahäuser Unterdorf entlang der Kreisstraße“, das erläuterte der Vorsitzende der WGH, Eckhard Ohlendorf, „müssen damit rechnen, dass ihre Keller und Wohnstuben vollaufen. Der Graben muss deshalb sofort ausgebaggert werden“, so die Forderung Ohlendorfs.
Frank Rüffer, Leiter der Straßenmeisterei Seesen, erklärte auf Nachfrage des „Beobachter“, dass er und sein Mitarbeiterstab bereits von Hahausens Bürgermeister Henri Hoffmeister auf das Problem aufmerksam gemacht wurden. „Herr Hoffmeister hat mich am vergangenen Freitag angerufen und mir von dem Problem berichtet. Für uns war es zunächst wichtig den Seitenstreifen, die so genannten Bankette, freizuräumen um für die notwendige Verkehrssicherheit zu sorgen. Den Graben werden wir ab Donnerstag ausbaggern“, erklärt Frank Rüffer.
Warum sich die Freilegung des Grabens ein wenig verzögert beschreibt Rüffer mit dem Umstand, dass „die Straßenmeisterei über keinen eigenen Bagger verfügt.“ „Wir sind in solchen Fällen auf die Hilfe Dritter angewiesen, und ich muss bei der Wahl des Drittunternehmers immer das gün­s­tigste Angebot einholen. Das ist inzwischen geschehen“, versichert Rüffer.

Hinweise werden sehr ernst genommen


Grundsätzlich, das machte der Leiter der Straßenmeisterei Seesen im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich, werden derlei Hinweise aus der Bevölkerung „sehr ernst genommen.“ „Wir achten sehr genau darauf, was uns von der Bevölkerung mitgeteilt wird und versuchen auch immer so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen. Verzögerungen sind dabei in der Regel nicht hausgemacht“, so Rüffer.
Es gibt da aber noch einen zweiten Punkt, der die Wäh­lergemeinschaft richtig auf die Palme bringt. Auch in diesem Fall handelt es sich um die Kreisstraße 69. Bereits vor sechs Jahren habe der Landkreis schadhafte Stellen des Straßenbelages gekennzeichnet, und damit die Hoffnung geweckt, dass diese Bereiche zeitnah saniert werden. Passiert ist bisher aber nichts. Die Stellen wurden nicht ausgebessert und der Zustand der Straße hat sich in den vergangenen Jahren noch mehr verschlechtert.

Bisher wurde noch nichts saniert


Auch in diesem Jahr rückten, nach Angaben der WGH, wieder Mitarbeiter der Behörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsstelle Goslar) mit Sprühdosen an, um erneut schadhafte Stellen zu markieren. Dem Sprühdoseneinsatz folgte bisher aber keine bauliche Maßnahme.
Unverständnis herrscht bei den Mitgliedern der Wählergemeinschaft überdies auch bei der Samtgemeinde- und Kreisumlage. Im Jahr 2012 hat die Gemeinde Hahausen rund 40.000 Euro mehr an Steuern eingenommen. Das Geld, so wurde es bei der jüngsten Ratssitzung beschlossen (der „Beobachter“ berichtete), muss im Zuge der „Finanzumlage-Regelungen“ an die Samtgemeinde und den Landkreis abgeführt werden. Insgesamt werden so 38.000 der 40.000 Euro aufgefressen. Der Gemeinde selbst bleiben also nur läppische 2000 Euro. Die Wählergemeinschaft stellt sich zwar nicht grundsätzlich gegen die Kreis- beziehungsweise Samtgemeindeumlage, gibt aber zu Bedenken, dass Hahausen so nie auf einen grünen Zweig kommen kann.
„Die Gemeinde benötigt Geld für die eigene Dorfstraße, die Sanierung des desolaten Schulhofes und die Modernisierung des Dorfgemeinschaftshauses. Wenn alles Geld, was die Gemeinde einnimmt, durch Umlagen und außerplanmäßige Aufwendungen aufgefressen wird, bleiben diese für unsere Gemeinde so wichtigen Punkte auf der Strecke“, erläutert WGH-Chef Ohlendorf.