30.000 Euro-Spende hilft bei Betreuung krebskranker Kinder

Ubergabe der 30.000 Euro-Spende (von links): Professor Dr. Michael Ghadimi (Leitender Oberarzt Abt. Allgemeinchirurgie), Dr. Sebastian Freytag (stellvertretender Vorstand Wirtschaftsführung), Prof. Dr. Heinz Becker (Leiter des CeVIT), Sigrun Traupe (Traupes Tenne), Susanne Schulze-Konopka (1. Vorsitzende Verein „Elternhilfe“), Claus Beckmann (Steuerberater Seesen) und Dieter Brinkmann (Direktor Volksbank Seesen).

Spendengelder des „Herrenabend“ an das Göttinger CeVIT überreicht

Göttingen / Harriehausen (bo). 20-jähriges Jubiläum feierte der „Herrenabend“ in Harriehausen bei Bad Gandersheim Anfang dieses Jahres. Auf der Benefizveranstaltung treffen sich jedes Jahr etwa 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem geselligen Abend mit politischer Prominenz. Aus Anlass des Jubiläums besuchte die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan die Veranstaltung. Ein bemerkenswerter Nebeneffekt dieses Treffens: Aus dem „Herrenabend“ erwachsen großzügige Spenden. In diesem Jahr wurden 30.000 Euro gesammelt. Sie gehen zu gleichen Teilen mit jeweils 15.000 Euro an das Centrum Viszerale Tumortherapie (CeVIT) im Universitäts- Krebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen und an den Verein „Elternhilfe für das krebskranke Kind“. Die Spende für das CeVIT wird für die regionale Versorgung krebskranker Patienten eingesetzt.
Für das Organisationsteam des Herrenabends überreichten Claus Beckmann, Steuerberater aus Seesen, sowie Dieter Brinkmann, Bankdirektor Volksbank eG Seesen, und Sigrun Traupe von Traupes Tenne in Harriehausen bei Bad Gandersheim die Schecks in Höhe von jeweils 15.000 Euro. Bei der Übergabe der Spenden sagte Dieter Brinkmann: „Mit der Unterstützung von CeVIT können wir helfen, dass die Patienten in der Region von einer qualifizierten medizinischen Zweitmeinung profitieren. Fachwissen, das wir direkt vor der Haustüre in der Universitätsmedizin Göttingen haben, hilft den betroffenen Familien. Damit fördern wir eine nachhaltige Spezialversorgung in unserer Region.“ Steuerberater Claus Beckmann sagte: „Wir sind überzeugt davon, dass unsere Spenden im Elternhaus für das krebskranke Kind und bei dem Krebsforschungsprojekt CeVIT richtig angelegt ist.“ Die Spende von 30.000 Euro ist die bislang zweithöchste Summe, die bei einem „Herrenabend“ zusammengekommen sind.
Für das CeVIT bedankte sich Prof. Dr. Heinz Becker: „Unser Centrum Viszerale Tumortherapie hat den Anspruch, optimale Therapieangebote an möglichst viele Patienten in dieser Region weiterzugeben. CeVIT koordiniert dabei die regionale Versorgung und organisiert die Qualitätssicherung. Die Spendensumme werden wir für den weiteren Ausbau des Internetauftritts verwenden. Er ist die Plattform für die Kommunikation in der Region über Zweitmeinungen in den gemeinsamen Tumorboards. Außerdem werden wir die Gelder für unsere „Flying Nurses“ verwenden, die direkt vor Ort unterwegs sind und Beratung und Betreuung leisten.“
Über 4.000 Familien mit schwerkranken Kindern haben im „Elternhaus an der Universitätskinderklinik Göttingen“ während der stationären Behandlung ihres Kindes gewohnt. „Viele Eltern erleben das Haus als eine Oase, in der sie Kraft auftanken können, um die schwere Zeit mit ihrem Kind durchzustehen. Auch gesunde Geschwister sind im Haus willkommen. Wir wollen, dass die Familie, so gut es geht, zusammenbleiben kann“, sagt die 1. Vorsitzende des Vereins „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V“, Susanne Schulze-Konopka. Der Verein wird die Spendengelder für die Finanzierung von Personalstellen verwenden. „Bei einer fünfstelligen Spendensumme ruckt es im Gesamtetat. Das hilft der Finanzierung des laufenden Betriebes und kommt vor allem unserer psychosozialen Betreuung zugute. Drei professionelle Mitarbeiter kümmern sich als Ansprechpartner um die existenziellen Nöte der Angehörigen, die bei uns sind. Denn nichts ist in solchen Krisenzeiten so wichtig wie Zuspruch und Trost.“
Die jährlichen Kosten für das Elternhaus müssen zur Hälfte durch Spenden aufgebracht werden. „Im Namen aller Eltern, die das Haus genutzt haben, bedankt sich die Elternhilfe ganz herzlich bei allen Spendern und Organisatoren des Herrenabends, die über so viele Jahre hinweg sich für das Elternhaus engagiert haben“, so Schulze-Konopka.