Beeindruckende Reiseeindrücke aus dem Reich der Mitte

Impressionen aus dem Reich der Mitte stießen bei den Harriehäusern auf großes Interesse. Vorn rechts: Dieter Fürle, der sich bei Peter Gosslar herzlich für seinen informativen Dia-Vortrag bedankte
 
Peter Gosslar war jüngst beim Evangelischen Männerkreis in Harriehausen zu Gast.

Peter Gosslar zeigt Impressionen seiner China-Reise in Harriehausen / Schnaps Gangbei ging nur schwer über die Lippen

In der vergangenen Woche hielt Peter Gosslar vor den Männern des Evangelischen Kreises der Kirchengemeinde Harriehausen bereits zum zweiten Mal einen Diavortrag. Ging es beim ersten Mal nach Kasachstan, folgte nun eine Reise nach China. Viele Fotos, die während einer drei monatigen Dienstreise für den Volkswagen-Konzern entstanden, wurden umrahmt mit vielen persönlichen Erlebnissen Gosslars in Peking, Shanghai und Changchun, was im Norden des riesigen Reiches liegt. Dabei fiel den Betrachtern immer wieder auf, welche rasanten Fortschritte das Land seit vielen Jahren wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch durchläuft.
Da sind zum einen die imposanten Bauvorhaben in den Städten und andererseits die exorbitanten Zulassungszahlen der im Land produzierten Autos. Überdurchschnittlich stiegen aber auch die Importe, die vornehmlich zur Luxusklasse zählen, die wiederum zu einem sehr hohen Anteil aus Deutschland stammen. Wie überall auf der Welt gibt es aber auch harte Gegensätze zwischen der Land und den Millionenstädten. So konnte man vor zwei Jahren die offizielle Zahl der Wanderarbeiter von 300 Millionen Menschen lesen. Inoffiziell soll sie aber dreimal höher sein. Die Staatsführung und die kommunistische Partei sind extrem stark gefordert, die sozialen Ungleichgewichte nicht noch weiter ausufern zu lassen, damit der soziale Friede gewahrt bleibt.
Neben den Fotos aus der beruflichen Umgebung gab es aber auch viele Impressionen der klassischen Tourismusziele wie zum Beispiel die Große Mauer, der Sommerpalast, der Garten des Himmlichen Friedens und natürlich auch die Verbotene Stadt in Peking. Eine weitere lustige Bilderserie entstand auf der Automobilmesse in Shanghai, die keine Superautos sondern ausschließlich schlafende Chinesen zeigte. Einen kleinen Höhepunkt des Abends bildete die Verkostung eines echten chinesischen Schnapses namens Maoutai. Die Gläser mit diesem Nationalgetränk werden immer randvoll eingeschenkt. Am besten ist es, wenn sich oben am Rand noch ein kleines Häubchen bildet.
Am Ende vieler wohlgesetzter Worte zu Ehren des Gastes, seiner ewig strotzenden Gesundheit und seinem hoffentlich noch lange andauernden Leben heißt es dann „Gangbei“ ! Übersetzt entspricht es im übertragenen Sinne dem „trockenen Boden“, was unserem deutschen „Prost! auf EX!“ entspricht. Auch die Harriehäuser ließen sich das nicht dreimal sagen und traten mutig zur Tat. Gangbei kam allen Teilnehmern schnell über die Lippen und der Maotai gleich hinterher. Aber die Gesichter blieben lange nicht so fröhlich. Sie verzogen sich unverzüglich fast krampfartig zu den unmöglichsten Grimassen um dann von heftigem Kopf- und Körperschütteln abgelöst zu werden. Das allgemeine Urteil war vernichtend: so etwas hatte noch niemand getrunken. Der Drink war nicht nur „scharf wie Oskar“ (53%ig), sondern lag geschmacklich zwischen faulen Eiern gemixt mit abgefahrenen Gummireifen. Gut, dass genug Wasser und Bier zum Nachspülen auf den Tischen stand. Nun ja, es war ja schließlich ein Männerabend, der gewiss nicht so schnell vergessen werden dürfte. Dieter Fürle bedankte sich abschließend bei Peter Gosslar für einen illustren Abend im Pfarrhaus Harriehausen.