Harriehäuser Preismaskerade: „Die Ludolfs“ liegen in der Gunst der Jury vorn

Am Sonnabendnachmitag erstmals ein eigener Kinderumzug

Harriehausen. Eine gute Beteiligung fand die Preismaskerade des Harriehäuser Karnevals am Sonnabend. Bis zu 300 Gäste zählte der Veranstalter; darunter sieben Gruppen, die um den Sieg der Preismaskerade in Konkurrenz traten.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs hatten sich durchaus viel Mühe gemacht. Teilweise sehr phantasievolle und auch aufwändige Kostüme waren entstanden, wie die der „Kakerlaken“ samt ihres Kammerjägers. Auch das vor Wochen medienbestimmende Thema der Prinzenhochzeit in England fand einen Widerhall. Eine Frauengruppe hatte sich des Popstars Lady Gaga angenommen und diesem nachgeeifert. Als „Süße Früchtchen“ verkleidet, trat eine weitere Gruppe auf.
Ganz in Blautönen die „Avatare“, während Schwarz der Ton der Schornsteinfeger war. Die Jury indes stand offenbar diesmal auf Rot und Orange. Das waren die Lieblingsfarben der „Ludolfs“, die in Anlehnung an die Kult-Fernseh-Doku-Soap die Wiederauferstehung des zwischenzeitlich verstorbenen Familienmitgliedes Günter – dargestellt durch René Oeltze – zelebrierten. Das reichte der dreiköpfigen unabhängigen Jury für den Sieg. Womit natürlich die Unterlegenen nicht unbedingt einverstanden waren, gab es doch zur Bewertung sehr unterschiedliche Meinungen. Die geschlagenen Kakerlaken machten ihrem Frust dann am Sonntag beim Umzug mit einem eigenen Plakat Luft. Der Stimmung am Abend im Gasthaus Niedersachsen tat dies aber keinen Abbruch; gefeiert wurde ausgelassen bis weit in die Nacht.
Am Sonnabendnachmittag hatte vor der Preismaskerade schon – zum ersten Mal getrennt vom eigentlichen sonntäglichen Harriehäuser Umzug – ein Kinderumzug stattgefunden. Das neue Konzept ging auf. Die Beteiligung war deutlich besser als beim sonstigen Kinderkarneval.
Der Kindergarten trug wesentlichen Anteil an der Gestaltung, vor allem der des Umzugswagens. Dieser war aufgemacht als rollendes Krankenhaus. Laut Themenspruch an der Seite befasste er sich mit der einst kritischen Lage bei den Kindergartenplätzen, wo es nun anders herum geht, und man sich künftig den Platz überall wird aussuchen können. Mit im Umzug dabei war auch am Sonnabend schon die Harriehäuser „Kamellen-Kanone“.