Herculuden erklimmen den Mofarenn-Olymp

Siebtes Mofarennen der Sea Sharks in Harriehausen ausgerichtet / Stefan Hoppmann fährt zum Doppelsieg

Harriehausen (uk). Die Herculuden waren am Ziel ihrer Träume, die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen, und das Wetter hatte der Veranstaltung diesmal keinen Strich durch die vielzitierte Rechnung gemacht.Das siebte Harriehäuser Mofarennen, ausgerichtet von den rührigen Sea Sharks, ging amWochenende auf und neben demEterna-Sportplatz über die Bühne. Das Prozedere ist mittlerweile bewährt. Gefahren wird dreiStunden. Auf einem Mofa. Wessen Mofa duchhält, und wer am Ende die meisten Runden geschafft hat, der ist Sieger. Mit einem schmerzenden Popo vielleicht, dafür aber mit einem Pokal als Lohn der Mühen. DieTrophäe sicherten sich in diesemJahr die Harriehäuser Lokalmatadoren mit Stefan Hoppmann und Michael Dießel auf ihrer umgebauten Hercules. Die „Herculuden“ sicherten sich denSieg mit exakt 101 gefahrenen Runden. Während viele Teams in den dreiStunden teils mehrere Fahrerwechsel vornahmen, fuhr Stefan Hoppmann von Beginn an durch. Nur kurz musste er in die Box zum Bremsencheck; danach ging es sofort wieder auf die Piste, die mit Steilkurve, mehreren 180-Grad-Wendungen und Sprunghügeln erneut recht anspruchsvoll war. Den zweiten Platz sicherten sich die Veranstalter von denSea Sharks. Sie konnten ohne Pause durchfahren, waren am Ende gerade mal eine Runde hinter den Herculuden zurück.
Was als Mofa durchgeht, lag im Auge der Schrauber. Solange noch 70 Prozent des Rahmens erhalten bleiben, zählt das Gefährt noch als Mofa. Der Rest war dem Basteltrieb überlassen. Und dem kreativenGeschick: Helme mit Irokesenfrisur, Deutschlandfahne oder Rocker-Lederwesten mit Aufnähern – am Ende kam es sowieso nur auf eines an. Dass das Mofa fährt. Dauerhaft und flott. Denn jeder ungewollte Maschinenschaden kostet wertvolle Zeit. Darum kamen die Boxenteams mitunter auch gehörig ins Schwitzen. Dreck wegbürsten, Absperrband aus den Speichen fummeln oder den Bowdenzug ersetzen. Viele ließen dafür ihre Bratwürste kalt werden, die gemütlich auf denRosten vor sich hinbruzzelten.
Was den Mechanikern der Schraubendreher ist, war den Besuchern der Picknickkorb. Kurz vor Rennbeginn hatte sich das Areal rund um den Eterna-Sportplatz mehr und mehr gefüllt; rund 1000 Besucher dürften das Rennen insgesamt verfolgt haben. Wer von dem Geknatter der 30 Motoren und den Abgasen eine Pause brauchte, der konnte sich an der Bierbude und am Bratwurstgrill verlustieren.Dazu dröhnten Rockklassiker aus denBoxen. Ein Pocket-Bike wurde verlost; dies gewannSandro von Bonn. Nach der Siegerehrung und den Pokal­übergaben wurde bis in die Morgenstunden kräftig gefeiert, bei Lagerfeuer-Atmosphäre und bierseeliger Stimmung.