Zum 10. Mal Mofa-Rennen auf der Stoppelwiese

 

Sea Sharks Harriehausen richten schweißtreibenden Wettstreit am Wochenende aus / Feld in „letzter Minute“ gemäht

Geknatter von Zweitakt-Motoren, Rockmusik aus den Boxen und 30 Rennteams mit rund 90 Fahrern, denen nach schweißtreibenden drei Stunden der Hintern schmerzen wird. So lässt sich das Mofa-Rennen zusammenfassen, das am morgigen Sonnabend, 16. August, in Harriehausen wieder über die Bühne gehen wird.
Die Veranstaltung hat mittlerweile Kultstatus in der Region erreicht, und die Gastgeber, die Sea Sharks aus Harriehausen, können sich jedes Jahr über Hunderte von Zuschauern freuen. Die erleben an der Strecke auch diesmal wieder drei Stunden lang Rennsport der besonderen Art. Gewonnen hat derjenige, der nach drei Stunden die meisten Runden auf dem Stoppelacker absolviert hat. In diesem Jahr wird das Mofarennen bereits zum 10. Mal ausgerichtet.
Dazu erklärt Kerstin Koch von den ausrichtenden Sea Sharks: „Als wir vor zehn Jahren das erste Mofarennen organisiert und durchgeführt haben, haben wir nicht geahnt, welches Ausmaß das einmal annehmen würde. Beim ersten Rennen sind wir noch mit elf Teams gestartet. Wir mussten viel improvisieren. Aber es war ein voller Erfolg und hat viel Spaß gemacht. Uns war sofort klar: Das machen wir im nächsten Jahr wieder. Im nächsten Jahr hatten wir dann schon 18 Teams und im dritten Jahr waren alle 30 Startplätze vergeben. Und so ist das Mofarennen jedes Jahr gewachsen und gewachsen und hat sich zur „Kultveranstaltung“ gemausert.“
Die Durchführung des Rennens erfordert ein riesiges Maß an Logistik und Organisation. Bis auf der „grünen Wiese“ alles steht und die Rennstrecke fertiggestellt ist, werden einige Hundert Kilometer verfahren, ähnlich viele Telefonate geführt, Fragen beantwortet und ein Haufen Schreibkram erledigt. Die Vorbereitungsphase beginnt bereits im März.
Es gibt tausend Dinge die zu planen, klären oder zu organisieren sind. Der Aufwand ist wirklich enorm. Möglich ist das nur, weil alle Sea Sharks an einem Strang ziehen.
Eine Sache liegt den Sea Sharks in diesem Jahr besonders am Herzen. Da die Rennstrecke ja eigentlich ein bestelltes Feld ist, fiebern die Veranstalter jedes Jahr mit dem Wetter und hoffen auf eine pünktliche Ernte.
Weil es in den vergangen Jahren immer sehr eng war, haben die Sharks für dieses Jahr den Renntermin eine Woche nach hinten geschoben. Aber leider war das Wetter mal wieder nicht auf der Seite der Ausrichter. Der Regen hat den Boden so aufgeweicht, sodass der Mähdrescher nicht fahren konnte. Die Wetterprognosen sahen dazu nicht gut aus. Immer neue Regenschauer waren angesagt. Am letzten Wochenende hatten die Sharks die Hoffnung schon fast aufgegeben und fieberhaft nach einer Alternative gesucht.
Kerstin Koch: „Das hätte für uns eine riesige Herausforderung gegeben. Wir hätten in weinigen Tagen alles umorganisieren müssen. Es kam Hektik und Stress auf. Erst am Dienstag dieser Woche kamen Hilmar von Petersdorff und Jochen Henze aus Kirchberg mit dem Mähdrescher! Trotz des Schlammes und der Feuchtigkeit haben sie das Feld abgemäht, damit unser Rennen stattfinden kann. Dafür wollen wir uns ganz herzlich bedanken!“
Zum Rennen: Aus Harriehausen und Umgebung haben sich wieder viele Rennteams für den Wettstreit angemeldet. Der Startschuss fällt am Samstagnachmittag um 15 Uhr; ab dann wird drei Stunden nonstop Gas gegeben.
Nach dem Rennen, das am Sonnabend um Punkt 18 Uhr beendet sein wird, folgt die große Siegerehrung mit Pokalübergabe für die schnellste „Mofa“ und es soll ein Lagerfeuer entzündet werden. Außerdem wird wieder eine Tombola durchgeführt, bei der es als Hauptpreis ein sogenanntes Pocketbike zu gewinnen gibt.
Für das leibliche Wohl ist mit Bratwürsten, Steaks, Pommes und gekühlten Getränken bes­tens gesorgt. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen.
An der Rennstrecke und in der Boxengasse wird es bestimmt wieder hoch hergehen. Kerstin Koch und Jörn Schünemann von den Sea Sharks, die für die Ausrichtung des nunmehr bereits 10. Rennspektakels verantwortlich zeichnen: „Wir freuen uns auf die Teams und die Besucher. Das Spektakel hat sich zu einer wahren Kult-Veranstaltung gemausert!“
Der Eintritt ist auch diesmal wieder frei.