Beeindruckende Tanzshow beim TSV

 

Festlichen Kommersabend anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des TSV Herrhausen begangen

Von Ulrich Kiehne
Herrhausen

Lange 100 Jahre liegen hinter dem TSV Herrhausen – und aktuell liegen drei Tage hinter den Herrhäusern, die einen weiteren Meilenstein in der langjährigen Vereinsgeschichte bedeuten sollten. Das große Jubiläum, das am Wochenende gefeiert wurde, hätte besser wohl nicht laufen können. Alles stimmte, alles passte – Glückwunsch TSV!
Den Auftakt nahmen die Festivitäten im Anschluss an die Kranzniederlegung mit dem Kommersabend im Festzelt am Freitagabend. Zahlreiche TSV-Mitglieder, aber auch Gäste aus Verwaltung, Wirtschaft und Politik sowie die befreundeten Sportvereine aus der Stadt und natürlich die Repräsentanten der Sportbünde hatten sich im in den Vereinsfarben schwarz und weiß festlich geschmückten Zelt eingefunden. Aufgelockert wurde der Kommers mit einer Turneinlage der MTV-Akrogruppe, die sich ob ihrer Darbietungen eines kräftigen Applauses sicher sein durfte.
Es sollte ein langer, aber keinesfalls langatmiger Kommersabend werden, zu dem Vereinsvorsitzender FrankDecker die Anwesenden willkommen heißen konnte. Decker und seine Mitstreiter hatten im Vorfeld vielfältige Aktivitäten freigesetzt und – jeder der schon einmal ein derartiges Jubiläum vorbereitet hat, weiß wovon man spricht – für Verein und denOrt Herrhausen einmaliges geleistet.
Und so war es kein Wunder, dass Decker die Gäste in bester Laune begrüßen konnte. Unter den Besuchern weilten unter anderem der stellvertretende Landrat Horst Brennecke, Bürgermeister Hubert Jahns und natürlich Ortsbürgermeister Rolf Lampe. Decker freute sich, die Gäste in einem gut gefüllten Zelt willkommen heißen zu dürfen. Das zeige ihm, dass die gute und gemischte Programmauswahl für den Abend treffend sei, aber auch der Stellenwert des TSV innerhalb des Dorfes und innerhalb der Stadt Seesen groß sei. „100 Jahre Bewegung, 100 bewegte Jahre“ – so lautete das Motto des Wochenendes und, so Decker, umschreibe es alles, was mit dem 100-jährigem Geburtstag des Sportvereins zu tun habe. Vor knapp zwei Jahren hatte man begonnen, das Jubiläum zu planen und zu organisieren.
Mit einer Fahnenweihe im Mai, einem gut besuchten Tischtennisturnier im Juni und einer bestens besuchten Fußball-Stadtmeisterschaft im Juli habe man bereits drei Herausforderungen in diesem Jahr gemeistert. Das Jubiläumswochenende sei die vierte Herausforderung und im September steht das nächste Ereignis bereits bevor. So wird der TSV Herrhausen am 7. September im Gästehaus der niedersächsischen Landesregierung aus den Händen des Innenministers die Sportplakette des Bundespräsideten verliehen.
Kurt Appun war es im Anschluss vorbehalten, die Vereinsgeschichte wiederzugeben. Er stellte sie in den historischen Kontext der Weltgeschichte und durfte sich am Ende seiner Ausführungen sicher sein, einen gelungenen Abriss der TSV-Historie gegeben zu haben.
Im Anschluss gratulierten die vielen Gäste dem „Geburtstagskind“ TSV und überreichten Präsente. Der stellvertretende Landrat Brennecke verzichtete auf eine lange Ansprache. Er widersprach allerdings Frank Decker, der bei seinen Ausführungen von einem kleinenVerein gesprochen hatte. „Der TSV mit seinen vielen Mitgliedern ist ein starker Verein, das zeigt sich schon allein daran, wieviel Mitglieder heute Abend hier sind."
Weitere Gratulanten waren Bürgermeister Hubert Jahns, Andrea Wilhelm-Opel, die im Namen des Kreissportbundes ihre Glückwünsche überbrachte, Evelyn Münnich-Probst vom Niedersächsischen Turner-Bund und Jörg Zellmer vom NFV-Fußballkreis Goslar. Der frisch gewählte Stadtsport­ring-Vorsitzende Dieter Goldschmidt, der im Namen der benachbarten Sportvereine TSC Ildehausen, TSE Kirchberg und dem TSV Münchehof sowie der daraus entstandenden JSG Seesen Süd Glückwünsche übermittelte sowie Bernd Dittmann, der im Namen der Herrhäuser Vereine und Verbände gratulierte, waren weitere Gastredner am Jubiläumsabend. Sie alle zollten dem TSV Respekt, Ortsbürgermeister Rolf Lampe war der letzte Gratulant, der ins Mikrofon sprach. Zuvor hatte Frank Decker mit Blick auf den Zeitrahmen gebeten, auf weitere Reden zu verzichten und ihm stattdessen kurz persönlich zu gratulieren. Um 20.35 Uhr war dann auch schon Schluss und so hatte der offizielle Teil gerade einmal achtzig Minuten in Anspruch genommen.
Was folgte waren Ehrungen, und dabei gab es gleich drei ganz besondere. Kurt Appun und Horst Kappei wurden für ihre 60-jährige Mitgliedschaft geehrt, sogar schon 75 Jahre hält Erhard Fröchtenicht dem TSV die Treue. Alle drei Jubilare wurden mit Blumen bedacht und mit Ehrenurkunden ausgezeichnet.
Danach war der Weg frei für Tanz und Musik von der Stimmungsband Madison und für eine Vorführung, die den Festbesuchern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Als sportliches Highlight des Abends stand der Auftritt der ehemaligen Spitzenturner Alfred Lefebre und Ralf Büchner im Blickpunkt. Die beiden Ex-Welteliteturner stellten in einer clownesken Darbietung ihr Können am Barren und an den Ringen unter Beweis. Moderiert wurde die Turn­show vom Satiriker Heinz-Hermann Gerlach. Am Ende johlte das Publikum vor Begeisterung. Und das was die beiden Turner am Barren und später an den Ringen vollführten, war in der Tat Extraklasse.
Am Sonnabend und Sonntag folgten die weiteren Festtage mit Kinderfest und Festball sowie dem Gottesdienst am Sonntag. Weitere Berichterstattung dazu in einer der nächsten Ausgaben.