„Gemeinsam unterwegs im Glauben“

Der Propsteivorstand mit Pfarrer Hans-Dieter Scheipner im Dorfgemeinschaftshaus Herrhausen. (Foto: Koch)

Visitation im Pfarrverband Herrhausen brachte quirliges Leben zu Tage

Am vergangenen Wochenende besuchte der Propsteivorstand der Propstei Seesen den Pfarrverband Herrhausen – Engelade – Dannhausen.

Dabei wurde eine durchweg positive Bilanz gezogen. Die Kirchen-Visitation ist ein uraltes Instrument, das direkt auf Martin Luther zurückgeht. Allerdings hat es an Aktualität nichts eingebüßt. Denn genau wie zu Olims Zeiten geht es auch heute vor allem darum, die innere Einheit der Kirche zu stärken. Nur wenn das kirchliche Leben an verschiedenen Orten durch die gleichen biblisch begründeten Grundsätze geprägt ist, kann man getrost von Nordfriesland nach Süd-Baden umziehen, ohne als evangelischer Christ erst eine besondere Schulung durchlaufen zu müssen, um sich in der neuen Kirchengemeinde heimisch fühlen zu können.
Neben solchen grundsätzlichen theologischen Erwägungen treten vor Ort natürlich auch ganz alltägliche Gegebenheiten. Hier spielen verwaltungstechnische Fragen wie auch Aspekte wie etwa der Gebäudebestand sowie grundsätzliche materielle Ausstattung eine Rolle. Bereits im Vorfeld zu diesem Wochenende wurden solche Themen in einzelnen Lokalterminen abgearbeitet. Dabei gab es eine Begegnung mit allen Mitarbeitern im Pfarrverband sowie ein Treffen mit allen Vereinen und Verbänden im selben Einzugs-Gebiet.
Der eigentliche Höhepunkt der sehr informativen und interessanten Tage war aber der Visitationsgottesdienst am Sonntag in Herrhausen. In der vollbesetzten Kirche musizierten alle drei weltlichen Chöre und die Mitglieder der Kirchenvorstände brachten sich aktiv in das Geschehen ein. Propst Gleicher nutzte die Gelegenheit, um die Befürchtungen mancher Gemeindeglieder im Rahmen der anstehenden Regionalisierung auszuräumen. In seiner Grußadresse hob er hervor, dass auf allen Ebenen mit offenen Karten gespielt werde und dass die persönlichen Wünsche aller Gemeinden vom Propstei-Vorstand ohne Abstriche ernstgenommen werden.
Der Propstei-Vorstand war nicht nur von der Gastfreundlichkeit der Gemeinden hocherfreut, sondern auch von der großen Vielfalt des kirchlichen Lebens in allen drei Gemeinden des Pfarrverbandes. Dabei wurde sehr deutlich, dass dieser hohe Standard volkskirchlichen Lebens ohne die professionelle Mitarbeit der zahlreichen Ehrenamtlichen gar nicht zu leisten wäre.