Philip Aranowski schießt in der 1. Bundesliga

Philip Aranowski (3. von rechts) im Kreis seiner Mannschaftskameraden vom SV Wathlingen.

Herrhäuser Schütze schafft mit dem SV Wathlingen den Aufstieg

Herrhausen. Nach einer anstrengenden Saison, einem traumhaften Saisonfinale und dem 1. Platz in der 2. Bundesliga (Nord) Luftpistole mit der Mannschaft des SV Wathlingen, geht für den Herrhäuser Schützen Philip Aranowski ein Traum in Erfüllung. Er darf in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga schießen.
Als Philip Aranowski vor vier Jahren zum SV Wathlingen wechselte, war es das Schießen in der 2. Bundesliga, das ihn dort hingezogen hat. Während es für ihn in der ersten Saison galt, zunächst einmal in diese neue Klasse hineinzuschnuppern und Teil der Mannschaft zu werden, war bereits in der Saison 2013/ 2014 der Aufstieg zum Greifen nah. Lediglich ein Ring hatte im Relegationsschießen zum Aufstieg gefehlt. Für die Mannschaft aber kein Grund aufzustecken sondern vielmehr, in dieser Saison gleich wieder anzugreifen.

Dabei war es auch Philip, der bis zum vorletzten Wettkampftag tolle Einzelergebnisse schoss, ungeschlagen blieb und damit notwendige Einzelpunkte sichern konnte. Lediglich am vorletzten Wettkampftag musste er aufgrund einer Waffenstörung eine schmerzliche Niederlage und den Wechsel von Platz drei auf Platz fünf innerhalb der Mannschaft hinnehmen. Im letzten Schießen der Saison macht er diese Schlappe für sich aber wieder wett und schlug seine Gegnerin Isabell Kausch mit einer überzeugenden Leistung von 377 zu 374 Ring.

Der SV Wathlingen gewann schließlich dieses Schießen mit 4:1 Punkten und Platz zwei war damit sicher. Gleichzeitig musste der Tabellenführer SV Bassum gegen den SV Groß- und Kleinkaliber von Hannover mit 3:2 gewinnen, um an der Spitze zu bleiben. Nach vier Paarungen stand es 2:2 und der fünfte Bassumer Schütze musste mit den letzten drei Schuss 30 Ring schießen um zu gewinnen oder mindestens 29 Ring um ein Stechen zu erzwingen. Pech für ihn, dass es am Ende nur 28 Ring waren. Glück für den SV Wathlingen und damit Philip Aranowski, die somit als Spitzenreiter und damit auch als direkter Aufsteiger feststanden. Im wahrsten Sinne des Wortes Hochspannung bis zum letzten Schuss und Glück für Wathlingen, die sonst wieder in die Relegation gemusst hätten.

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison. Sponsoren müssen gewonnen werden, da eine Bundesligasaison für jeden Verein Kosten zwischen 8000 bis 10.000 Euro verursacht und dies auch ohne dass die Schützen große Gehälter oder Aufwandsentschädigungen bekommen. Auch in dieser Klasse sind die Schützen noch reine Amateure, die ihren Sport weitestgehend selber finanzieren