Rettungshubschrauber in Herrhausen

Der Rettungshubschrauber brachte die junge Patientin in die Klinik. (Foto: Voß)

Mädchen einer Pfadfindergruppe hat sich beim Entzünden eines Gaskochers im Gesicht verbrannt

Am Pfingstsonntag sind die Herrhäuser jäh aus ihrer Feiertagsruhe gerissen worden. Am Dorfrand landete in den Nachmittagsstunden ein Rettungshubschrauber. Auf einer Wiese, gegenüber der Hungerbornstraße 3, hatte über das Pfingstwochenende eine Pfadfindergruppe aus Schleswig-Holstein ihre Zelte aufgeschlagen. Die etwa 20 Kinder und Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren sowie vier Betreuer kamen aus Kiebitzreihe, einem Dorf mit etwa 2200 Einwohnern aus der Nähe von Elmshorn. Das Ziel war klar: Die Gruppe wollte ein wenig das Vorharzer Land erkunden. Doch zur Mittagszeit am Sonntag war es damit erst einmal vorbei. Wie die Mutter einer Teilnehmerin berichtet und die Polizei gestern bestätigte, wollte ein 13-jähriges Mädchen aus der Gruppe gegen 13 Uhr einen Gaskocher entzünden. Dabei gab es eine Stichflamme, durch die sich das Mädchen wohl schwerere Verbrennungen im Gesicht zuzog. Die Betreuer hätten dann sofort über den Notruf die medizinischen Hilfskräfte verständigt. Zum Einsatz kamen mehrere Rettungswagen und ein Hubschrauber, der das Mädchen schnellstmöglich in das Klinikum Kassel brachte. Vielleicht hatte die junge Pfadfinderin noch Glück im Unglück. Nach ersten Rückmeldungen, die im Lager eintrafen, waren die Verletzungen zum Glück wohl nicht so gravierend wie zunächst befürchtet und es ging dem Mädchen den Umständen entsprechend wohl schon besser.