SC Herrhausen blickt auf goldiges Jahr zurück

 
Bernd Dittmann, Sarah Schubert, Sabine Dittmann und Matthias Schubert (von links). (Foto: bo)

„Wir hinterlassen, wenn wir nicht wiedergewählt werden, einen Acker, der ordentliche Eträge gebracht hat“

Von Sandy Heinzel, Herrhausen

Am Ende eines ereignis- und arbeitsreichen Jahres hielt der Schießclub Herrhausen von 1959 seine Jahreshauptversammlung. Begrüßt wurden die anwesenden Schützen vom ersten Vorsitzenden Bernd Dittmann. Sein besonderer Gruß galt hierbei den Ehrenmitgliedern Jochen Rühling, Hans Reimers und Fritz Karl sowie Ortsbürgermeister Walter Schröder und dem jüngsten Vereinsmitglied Sarah Schubert.
Unter anderem stand auch in diesem Jahr die Ehrung langjähriger Mitglieder und verdienter Sportler auf der Tagesordnung: Für seine 20-jährige Mitgliedschaft wurde Bernd Dittmann geehrt. Einige besondere Ehrungen für die Verdienste im Schießsport innerhalb des Vereins wurden erstmalig 2010 durchgeführt. Auch in diesem Jahr konnten wieder verdiente Schützen ausgezeichnet werden. Unter diese Kategorie fielen Randolph Aranowski, Oliver Wassermann, Janine Reinhardt, Sebastian Rohloff und Jonas Werner. Sie sind in der vor zwei Jahren gegründeten Behindertenabteilung aktiv und konnten sich für die Deutschen Meisterschaften in München qualifizieren. Besonders hervorgetreten ist dabei Jan-Oliver Waßmann, der in drei von vier Disziplinen die Goldmedaille gewinnen konnte und eine Ehrenurkunde entgegennehmen durfte.
Im weiteren Verlauf wurden drei Urgesteine des Schießsportes geehrt: Hans Reimers, Jochen Rühling und Hansi Rübesam haben über viele Jahre bei den Rundenwettkämpfen und Kreismeisterschaften mit überzeugender Konstanz in der ersten Liga geschossen. „Ihr Verhalten, ihr Auftreten, ihre Disziplin aber auch ihre Erfolge werden für uns stets vorbildlich sein“, so Udo Piepenschneider, der als zweiter Vorsitzender die Ehrungen vornahm.
Als das goldigste Jahr aller Zeiten bezeichnete Bernd Dittmann die vergangene Saison in seinem anschließenden Jahresbericht. Goldig, weil die Behindertenabteilung bei der Deutschen Meisterschaft in München mit drei Goldmedaillen abreisen konnte.
Angefangen hatte das Jahr für den Schießclub allerdings mit einer ungewöhnlichen Situation. Bedingt durch die Krankheit von Bernd Dittmann musste der zweite Vorsitzende tatsächlich einmal das tun, wofür er eigentlich da ist:Udo Piepenschneider vertrat Dittmann beim Fasching, der Jahreshauptversammlung und beim Jubiläumsfest des TSVHerrhausen. „Bei dieser Gelegenheit hat sich gezeigt, dass unser Verein glücklicherweise so gut aufgestellt ist, dass auch solche Situationen problemlos abgearbeitet werden. Ein schönes Gefühl“, so Dittmann.
Auch im vergangenen Jahr standen zahlreiche schießsportliche Aktivitäten und andere Verpflichtungen und Feste auf dem Programm. Angefangen mit dem Wurstsammeln und einem hervorragenden Auftritt der Jugend beim Fasching wurde zu Ostern das traditionelle Osterschießen durchgeführt. Weiter ging es dann im Mai mit der Fahnenweihe des TSV und im Juli mit dem Seesener Schützenfest. Im August kamen die Vereinsmitglieder dann kaum aus ihren Schützenuniformen heraus. Mit den Münchehöfer Schützen wurde das 50-jährige Jubiläum gefeiert, mit dem Sportverein eine Woche später das 100-jährige Jubiläum und mit der SGKreiensen das 125-jährige Jubiläum beim Kreisschützenfest. Und auch bei der Kreisdelegiertentagung im Rahmen des Kreisschützenfestes waren die Herrhäuser vertreten.
Konfirmanden und Jubilaren wurden Grüße überbracht und das traditionelle Königsschießen mit Königsproklamation wurde in diesem Jahr mit einem zünftigen Haxenessen beendet. Abschluss des Veranstaltungsreigen war schließlich die Weihnachtsfeier und das Jahresabschlussschießen.
Aber auch im Hinblick auf die Ausbildung war der Verein im abgelaufenen Jahr aktiv. Florian Klaßen hat erfolgreich am Waffensachkundelehrgang teilgenommen und sich damit auf den demnächst beginnenden Schießsportleiterlehrgang vorbereitet.
Sportlich war der Schießclub Herrhausen in der Verbandsliga, der Bezirksliga und auch mit einigen Mannschaften in der Kreisklasse engagiert. Auch zahlreiche Pokalschießen fanden im Jahresrückblick von Bernd Dittmann erwähnung. Mit einem besorgten Hinweis beendete Dittmann seinen Jahresbericht: „Sportlich sind wir hervorragend aufgestellt, da gibt es keinen Zweifel. Wenn ich mir aber unsere Mitgliederentwicklung ansehe, und dazu gehört auch der Bereich der Geselligkeitsschützen, sehe ich, dass wie hier unbedingt etwas tun müssen“.
Anschließend gaben die Schießwarte Matthias Schubert (Gewehr) und Randolph Aranowski (Pistole) ihre Jahresberichte ab.
Nach zwei Jahren ging in diesem Jahr eine weitere Wahlperiode zu Ende und es standen auch Neuwahlen auf derTagesordnung. Laut Dittmann waren es zwei Jahre, in denen eine gute Arbeit geleistet wurde und viele Erfolge gefeiert werden konnten. Dittmann: „Wir hinterlassen, wenn wir nun nicht wiedergewählt werden sollten, einen Acker, der uns in den vergangenen Jahren ordentliche Erträge erbracht hat und auf dem gut bestellt die nächste Ernte reift.“ Da alle Vorstandmitglieder neu gewählt werden mussten bedankte sich Dittmann bei Udo Piepenschneider und Jugendwart Andreas Albrecht, der aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl antrat. Der alte und neue Vorstand präsentiert sich wie folgt:

1. Vorsitzender: Bernd Dittmann; Stellv. Vorsitzender: Udo Piepenschneider; Kassenwartin: Corinna Haupt; Schriftführer: Sebastian Dittmann; Jugendwart: Florian Klaßen; Damenleiterin: Sabine Dittmann; 1. Schießwart: Matthias Schubert; 2. Schießwart: Randolph Aranowski; Vergnügungsbeauftragter: Bernhard Broszeit.