Jan-Oliver Waßmann Doppelsieger bei den DM

Die Teilnehmerinnen am ersten DM-Wochenende.
 
Die Teilnehmer vom zweiten Wochenende.

Herrhäuser Schützen räumen bei den Deutschen Meisterschaften wieder mehrere Medaillen ab

Insgesamt neun Schützinnen und Schützen des SC hatten sich nach erfolgreichen Starts bei den Landesmeisterschaften und der erforderlichen Qualifikation die Startberechtigung in München gesichert. Am ersten Wettkampfwochenende insgesamt waren es fünf Schützinnen und Schützen, die sich auf den Weg nach München gemacht haben, um dort um Meisterschaftsehren zu schießen.
Gestartet sind in der Disziplin Luftpistole als Mannschaft in der Junioren-Klasse Janine Reinhardt, Katharina Hempel und Linda-Marie Riechelmann, die in dieser Disziplin für den SV Uetze angetreten und mit einer soliden Leistung letztlich auf dem siebten Platz gelandet sind. Insbesondere Katharina Hempel konnte dabei mit einer mehr als starken Leistung überzeugen und belegte schließlich mit 368 Ring den achten Platz. Am zweiten Wettkampftag startete Katharina in der Disziplin Sportpistole, diesmal für den SC und konnte dabei nach einer wiederum hervorragenden und sehr konstanten Leistung mit 550 Ring ebenfalls den achten Platz belegen. In beiden Disziplinen wurde sie für die erbrachten Leistungen mit der Meisterschaftsmedaille ausgezeichnet. Diese Medaille wird an die Schützen verliehen, die in ihrer Disziplin und Klasse einen Platz im ersten Drittel des Starterfeldes belegen.
In der Damenklasse hatte sich Vanessa Celino, viel vorgenommen und konnte das im Wettkampf auch umsetzen. Nach einer tollen Leistung beim Präzisionsschießen mit 278 Ring, zog sie mit 277 Ring beim Duell nach und konnte ihren Wettkampf mit 555 Ring abschließen. Für sie bedeutete das persönliche Bestleistung bei der Deutschen Meisterschaft, eine Platzierung im vorderen Drittel des Starterfeldes und damit schließlich die Meisterschaftsmedaille.
Unzufrieden mit seinem dies­jährigen Abschneiden war Philip Aranowski, der nach einer erheblichen Umstellung seiner Visierung im Rahmen einer Kadermaßnahme nicht an die früheren Ergebnisse und Erfolge anknüpfen konnte. Im Wettkampf konnte er zwar eine Stabilisierung und Steigerung seiner Leistung verzeichnen, von einer guten Platzierung war er aber dennoch weit entfernt. Er arbeitet jetzt daran, die Umstellungen zu kompensieren und möglichst bald wieder das vorherige Leistungsniveau zu erreichen, um im nächsten Jahr wieder um Edelmetall mitschießen zu können.

Fünf Medaillen bei den Handicap-Schützen

Erfolgreicher war das zweite Wochenende, an dem die behinderten Schützen an den Start gingen. Mit Oliver Waßmann, Sebastian Rohloff, Janine Reinhardt, Randolph Aranowski und Jonas Werner, gingen Schützen an den Start, die zum Teil bereits im Vorjahr Medaillen gewinnen konnten. Den Auftakt machte einmal mehr Janine Reinhardt, die in der Disziplin Luftpistole als erste an den Start ging. Für sie lief es bei diesem Start wesentlich besser als am Wochenende zuvor. Ihre 340 Ring wurden mit der Silbermedaille belohnt. Sebastian Rohloff, der in diesem Jahr in den Nationalkader aufgerückt ist und knapp die Qualifikation für die Paralympics in London verpasst hat, hatte sich bei der Luftpistole eine Medaille als Ziel gesetzt. Nach einer hochkonzentrierten Leistung, die er bis zum Ende des Wettkampfes durchhielt und einer 10,6 als letzten Schuss seiner 60 Wertungsschüsse konnte er ringgleich mit zwei weiteren Schützen, aber dem besseren letzten Schuss, mit 546 Ring nach 2008 wiederum die Silbermedaille gewinnen.
Wie bereits im vergangenen Jahr hatte sich Jan-Oliver Waßmann erneut in vier Disziplinen qualifiziert und hatte damit ein gewaltiges Wettkampfprogramm vor sich. In der Auftaktdisziplin, der Sportpistole, musste er sich zunächst mit dem vierten Platz begnügen. Davon unbeeindruckt setzte er dann bei der Freien Pistole ein klares Zeichen und konnte mit 25 Ring Vorsprung den Titel und damit die erste Goldmedaille gewinnen. In der Disziplin 5-schüssige Luftpistole, die nicht zu seinen Paradedisziplinen gehört, musste er um den Platz zwei ins Stechen. Leider konnte sein Gegner im Stechen einen Treffer mehr landen, er konnte sich aber über die bronzene Medaille freuen.
Am letzten Tag wurde in seiner Klasse die Disziplin 60-Schuss-Luftpistole ausgetragen. Dabei erwischte er zunächst einen schlechten Start und lieferte in der ersten Serie lediglich 88 Ring ab. Nachdem er danach seinen Stand verändert hatte, konnte er mit den nächsten Serien schließlich in gewohnter Manier überzeugen und schoss in den Serien zwei bis sechs 95/96/96/96/95 und damit insgesamt 566 Ring. Mit diesem Ergebnis konnte er sich auch hier die Goldmedaille sichern.
Einzig Jonas Werner und Randolph Aranowski blieben an diesem Wochenende ohne Edelmetall, konnten sich aber gegenüber dem Vorjahr steigern und damit weitere wichtige Wettkampferfahrungen sammeln.
Fazit nach diesen beiden Wochenenden in München ist, dass die Schützen alles gegeben haben und damit für ihren Verein auf nationaler Ebene Erfolge erringen konnten, die zumindest in unserer Region als herausragend zu bezeichnen sind. Klar, dass man im Verein mehr als Stolz auf diese Erfolge ist, die sicher auch einmal mehr der Verdienst von Trainerin Margit Aranowski sind. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten für die hervorragenden Leistungen.