Schießsportleiterlehrgang in Herrhausen

Praktischer Teil wird kurzerhand in den Verbandsligawettkampf integriert

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Nachschulung der Schieß­sportleiter im Kreisverband Gandersheim hat jetzt eine Schulungsgruppe aktiv als Wettkampfpersonal am Ligawettkampf teilgenommen.
Auch im Kreisverband Gandersheim sind nach der Ausbildungsrichtlinie des NSSV in Hannover die Schieß­sportleiter regelmäßig alle vier Jahre zur Lizenzerhaltung nachzuschulen. Nachdem bereits im Frühjahr dieses Jahres eine erhebliche Anzahl von Nachschulungen an verschiedenen Orten im Kreisverband stattgefunden hat, stand jetzt die letzte dieser Nachschulungen in diesem Jahr beim KKS in Hahausen auf dem Programm, zu der insgesamt 24 Schießsportleiter aus fünf Vereinen angemeldet waren.
Am Samstagnachmittag stand zunächst Theorie auf dem Lehrplan. In diesem Rahmen wurden sowohl Änderungen in der Sportordnung wie auch Aktuelles zum Waffenrecht vom Referenten Bernd Dittmann vermittelt. Neben viel trockenem, aber auch hochinteressantem Stoff, den es zu vermitteln galt, blieb dabei aber auch ausreichend Zeit, um aktuelle Probleme und Fragen der Teilnehmer aus deren Tätigkeitsbereichen zu diskutieren.
Für den praktischen Teil der Schulung hatte Bernd Dittmann für die Teilnehmer eine besondere Überraschung parat. Da am Sonntag der Verbandsligarundenwettkampf Luftpistole in Bilderlahe anstand, bei dem der SC Herrhausen Ausrichter war, hatte er den Schulungsort kurzerhand nach Bilderlahe verlegt und die Schulungsteilnehmer in drei Gruppen als Funktionspersonal bei diesen Wettkämpfen eingeteilt. Vom Leitenden des Schießens über die Aufsichten, die Waffenkontrolle bis zum Auswertpersonal wurde damit von den Lehrgangsteilnehmer der gesamte hochklassige Wettkampf abgewickelt. Und was vorher auf einige Skepsis stieß, mündete schließlich in absoluter Begeisterung. Hatte man doch schließlich nicht nur die Möglichkeit, sein eigenes Wissen und Können unter Beweis zu stellen, sondern auch Gelegenheit, die zweihöchste Landesklasse und damit Topschützen im Landesverband im spannenden Wettkampf zu erleben. Selbst der vom NSSV beauftragte Schiedsrichter war von dieser Art der praxisnahen Ausbildung angetan und brachte sich mit Rat und Tat in die „Schulung“ ein.
Nach dieser gelungenen Veranstaltung waren sich schließlich alle darin einig, dass Weiterbildung nicht nur ein notwendiges Übel ist, sondern auch Spaß machen kann. Der Kreisvorsitzende Axel Ambrosy, der selber Teilnehmer der Nachschulung war, bedankte sich schließlich im Namen aller Teilnehmer und zeigte sich begeistert von diesem Fortbildungskonzept.