Brandstiftungen in Elze

Haftbefehl gegen 29-Jährigen erlassen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim hat der Ermittlungsrichter gegen einen 29-Jährigen Haftbefehl wegen Brandstiftung erlassen.

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, im Bereich Elze 25 Brände gelegt zu haben.
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll der Beschuldigte am 2. April ein Wochenendhaus, das zu einem Gaststättenkomplex gehört, angezündet haben. Am 23. August soll er in der Nähe der Ortschaft Wittenburg einen Strohhaufen entzündet haben. Ferner ist er dringend verdächtig, am 26. September in der Nähe der Ortschaft Mehle zirka 450 Rundballen Stroh in Brand gesetzt zu haben, wobei ein Schaden von zirka 13.000 Euro entstanden sein soll.
Ein Verdacht war auf den Beschuldigten gefallen, weil die Anzahl der Brände seit seinem Eintritt in die Feuerwehr rapide in die Höhe geschossen und er wiederholt einer der ersten Brandbekämpfer am Tatort gewesen sein soll. Dies fiel auch in den Reihen der Feuerwehr bereits auf.
Die Ermittler des ersten Fachkommissariats erkannten schon vor dem Bekannt werden dieses Anfangsverdachts Zusammenhänge zwischen etlichen Bränden, die sich im Zuge der Ermittlungen als eine schon im Jahr 2014 beginnende Brandserie aus insgesamt 26 Bränden herausstellte. Auffällig waren Übereinstimmungen bei der Auswahl der Brandobjekte und der Vorgehensweise des Täters bei der Brandlegung.
Im Zuge der Ermittlungen verdichteten sich die Indizien gegen den 29-Jährigen soweit, dass er festzunehmen war. Mit den akribisch zusammengetragenen Ermittlungsergebnissen konfrontiert, legte der junge Mann schließlich bei der Polizei ein detailliertes Geständnis ab, das er auch vor dem Ermittlungsrichter wiederholte.
Die zur Serie gehörenden Brände haben einen Gesamtschaden von etwa 300.000 Euro verursacht und die Feuerwehr in Elze über einen Zeitraum von fast zwei Jahren in erheblichem Maße beschäftigt. Die Ermittler sind froh, die Brandserie nun beendet zu haben, ohne dass Menschen gesundheitliche Schäden davongetragen haben.