Entlastung für die Kitas

Neue pädagogische Leitungen

Die Leitung einer Kindertagesstätte ist ein Allround-Job. Neue Gesetze und Verordnungen umsetzen, pädagogische Konzeptionen entwerfen, Teamfragen klären, sich um Öffentlichkeitsarbeit und Werbung kümmern, religionspädagogische Arbeit leisten und hunderten von Kleinigkeiten organisieren. Meistens kommt noch eine Gruppenleitung obendrauf. Jetzt werden die meisten evangelischen Kitas von vielen dieser Aufgaben entlastet. Der Kirchenkreisverband hat pädagogische und betriebswirtschaftliche Leitungen eingestellt. Am Montag, 15. Oktober, werden Sie mit einem Gottesdienst um 17 Uhr in der Diekholzener Auferstehungskirche in ihr Amt eingefüht.
Der Kirchenkreis statt der Gemeinde als Träger einer evangelischen Kindertagesstätte? Pädagogische Leitungen? Elke Hiemesch und Sabine Schommartz können sich gut an ihre Reaktion erinnern, als sie vor acht Jahren zum ersten Mal von den Plänen der Landeskirche hörten: „Das hat uns gerade noch gefehlt.“ Damals leiteten sie selbst noch Kitas, inzwischen sehen sie die Dinge völlig anders: „Wir können als Einzelkämpferinnen in den evangelischen Kitas nicht mehr überleben“, sagen die beiden neuen pädagogischen Leiterinnen im Kirchenkreisverband Hildesheim. Nach anderthalbjähriger Vorbereitungszeit wurde der Wechsel im Sommer dieses Jahres vollzogen, die weitaus meisten Gemeinden akzeptierten das Angebot.
Die neuen Leitungen planen Arbeitsprozesse vor, die mehrere Kitas betreffen, entwickeln inhaltliche Konzepte mit oder behalten bei der Personalplanung die Gesamtsituation im Kirchenkreis im Auge. Wobei die Entscheidung, wie eine freie Stelle besetzt wird, immer noch von der jeweiligen Kita-Leiterin getroffen wird.