Familienvater wegen Brandstiftung in Barienrode angeklagt

Staatanwaltschaft Hildesheim erhob Anklage gegen 53-jähigen

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim erhob Anklage gegen einen 53-jährigen Mann zur großen Strafkammer des Landgerichts Hildesheim. Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit eine schwere Brandstiftung sowie einen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte begangen zu haben.

Den Ermittlungen zufolge soll der alkoholisierte Mann am Abend des 16. Septembers 2013 den Entschluss gefasst haben, das gemeinsam mit seiner Familie bewohnte Einfamilienhaus niederzubrennen. Zu diesem Zweck soll er Kleidungsstücke seiner Ehefrau aus dem Schrank entnommen und auf dem Fußboden des Wohnzimmers angezündet haben. Obwohl ihm bewusst gewesen sein soll, dass sich zu diesem Zeitpunkt seine Ehefrau und sechs Kinder in dem Haus befunden haben, soll er sich im Anschluss auf die Terrasse des Hauses begeben und von dort das weitere Geschehen beobachtet haben. Die Kinder bemerkten das Feuer frühzeitig und konnten mit der Ehefrau des Angeschuldigten das Haus rechtzeitig verlassen. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Die am Einsatzort eingetroffenen Löschkräfte versuchten vergeblich, den Angeschuldigten zum Verlassen des Brandortes zu bewegen. Gegen die daraufhin eingesetzten Polizeibeamten soll der Familienvater Widerstand geleistet haben. Ihnen gegenüber soll er zudem geäußert haben, dass er hoffe, dass „die Bude abgefackelt“ sei.
Der 53-jährige, der die Taten bestreitet, wurde zunächst stationär in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Nach dem vorläufigen Ergebnis einer von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Begutachtung liegen die Voraussetzungen für eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nicht vor. Der gegen den Angeschuldigten erlassene Unterbringungsbefehl wurde daraufhin Mitte Oktober 2013 aufgehoben.