Hildesheimer Bischof dankt seinen Mitarbeitern

Norbert Trelle bittet in seiner Silvesterpredigt, sich auf den „unsichtbaren Fahrplan“ Gottes einzulassen

Zu Silves­ter 2012 hat der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle die Menschen dazu aufgerufen, sich im neuen Jahr auf den „unsichtbaren Fahrplan Gottes“ einzulassen. „Ganz unerwartet kann Gott uns zum Mitfahren einladen zu jenem Ziel, das er für uns bestimmt hat“, sagte der Bischof am Silvesterabend in der Basilika St. Godehard.
Trelle spielte damit auf ein Erlebnis des großen Theologen Romano Guardini an. Dieser stand einst am Odeonsplatz in München und schaute nach einem Taxi aus. Ein Privatwagen hielt. Ein Herr lud ihn ein zum Mitfahren. Beide hatten zufällig dasselbe Ziel. „Wieso sind Sie hier und laden mich ein?“ fragte Guardini. Der Fahrer lächelte: „Sie wissen doch – der unsichtbare Fahrplan!“ Daran habe Guardini sich später aufgerichtet, auch in schwerer Krankheit, sagte Trelle nachdenklich in seiner Predigt.
Wie jeder einzelne Mensch, so stehe auch das Bistum am Anfang einer neuen Wegstrecke, auf der nicht immer alles glatt laufen könne, immer wieder Gefahren drohen. „Wie immer das neue Jahr verlaufen wird, dies sollten wir wissen: Gott geht mit. Er ist Anführer und Begleiter unserer Wege. Er ist ein Gott, der behütet und beschützt“ verspricht Trelle. Gottes Schutz gelte vor allem den Schutzbedürftigen, den Bedrängten, den Schwachen, denen, die nicht mehr weiter können. Sein Schutz gelte denen, die ihn darum bitten. Herzlich bittet der Bischof: „Beten Sie für unser Bistum und alle Menschen, die uns anvertraut sind!“
Mit Blick auf das vergangene Jahr dankt Norbert Trelle allen Mitbrüdern im bischöflichen, priesterlichen und diakonalen Dienst, ebenso den Pastoral- und Gemeindereferenten, die in kirchlichen Einrichtungen arbeiten. „Ihr Dienst ist fundamental für die Sendung der Kirche“, weiß der Bischof.
Mit gleicher Dankbarkeit und tiefem Respekt schaut Trelle nach eigenem Bekunden aber auch auf die vielen Menschen in den Gemeinden und kirchlichen Institutionen, die als Ehrenamtliche die Seelsorge wirkungsvoll unterstützen und gestalten. „Die gute Tat einzelner Menschen, ihr Einsatz und ihr Engagement machen zwar keine Schlagzeilen, aber von ihnen lebt die Welt und von ihnen lebt auch die Kirche“, lobt der Bischof. „Ihr Bekenntnis wird zum Profil der Gemeinde.“