Neues Netzwerk für gleiche Chancen in der Bildung

Auftaktveranstaltung am 3. März im Auditorium des Michaelisklosters

Hildesheim (bo). „Neue Wege zu mehr Bildungsgerechtigkeit“ sind das Ziel eines Netzwerks Diakonische Bildung, das in der Region Hildesheim geknüpft werden soll. Zur Auftaktveranstaltung laden das Diakonische Werk und der Schulbeauftragte des Sprengels Hildesheim-Göttingen, Peter Noß-Kolbe, am Donnerstag, 3. März, um 18 Uhr in das Auditorium des Michaelisklosters Hildesheim ein.
Vertreter aus Diakonie, Kirche und Schule wollen sich für gleiche Bildungschancen für alle Kinder einsetzen – unabhängig vom Bildungsstand oder den finanziellen Mitteln der Kinder. Davon sei man im Moment weit entfernt, betont Matthias Böning, Geschäftsführer des Diakonischen Werks.
In den Beratungsstellen treffe man immer wieder Familien, deren Kinder wegen eines knappen Geldbeutels, wegen ihrer Herkunft oder durch gesundheitliche Nachteile zu so genannten Bildungsverlierern würden, berichtet Matthias Böning. „Politisch bewegt sich da eine Menge“, sagt er, „aber wir wollen ganz konkret herausfinden: Was können wir vor Ort tun?“ Ein Schwerpunkt des Netzwerks im ersten Jahr werden die Sozialpraktika sein. Viele Schulen haben diese Praktika aus dem Lehrplan gestrichen, nachdem die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt worden ist. Hier will das Netzwerk gegensteuern, indem es ein neues Konzept für Sozialpraktika entwickelt.
Bei der Auftaktveranstaltung am 3. März wird Landessuperintendent Eckhard Gorka die Gäste begrüßen, bevor Prof. Dr. Friedhelm Kraft, Rektor des Religionspädagogischen Instituts in Loccum, mit einem Impulsreferat ins Thema einführt: „Schule der Zukunft gesucht: Welche Schulen brauchen unsere Kinder?“. Anschließend untersucht Prof. Dr. Heinz Schmidt von der Universität Heidelberg das Thema „Lernen am Ernstfall – Chancen und Möglichkeiten sozial-diakonischen Lernens. Eine Talkrunde mit den Referenten, moderiert von Eckhard Gorka, rundet den Abend ab.
Anmeldungen sind bis Freitag, 25. Februar, möglich beim Diakonischen Werk unter der Telefonnummer (05121) 167511.