Polizei gibt Phantombild des mutmaßlichen "Messerstechers" heraus

Mit diesem Phantombild sucht die Hildesheimer Mordkommission nach dem mutmaßlichen Täter des Messerangriffes auf einen Hildesheimer Richter von Dienstag. (Foto: Polizei)

Erste heiße Spur nach Angriff auf Hildesheimer Richter

Die Hildesheimer Mordkommission geht seit heute Mittag einer ersten „heißen“ Spur im Fall des Messerangriffs auf einen Hildesheimer Richter nach. Eine Zeugin hat sich gemeldet, die zur Zeit des Angriffes einen jungen Mann im Bereich des Tatortes gesehen hat, der sich auffällig verhielt. Dieser bewegte sich hinter den Schutzplanken an der B 494 entlang und versuchte offenkundig, sich versteckt zu halten, um möglicherweise nicht gesehen zu werden. Die erste vorliegende Personenbeschreibung, die das Opfer vom mutmaßlichen Täter abgeben konnte, zeigt dabei erhebliche Übereinstimmungen mit den Aussagen der Frau. Zudem lassen Ort und Zeit der Beobachtungen der Hinweisgeberin durchaus die Möglichkeit zu, dass sie den Täter gesehen hat. Die Polizei bittet nun um weitere Hinweise. Möglicherweise ist der Unbekannte während seiner Flucht Bewohnern aus Alt-Drispenstedt aufgefallen oder vielleicht weiteren Verkehrsteilnehmern, die zur Tatzeit die Bundesstraße 494 in Richtung Autobahnanschluss der A7 gefahren sind.
Die gesuchte Person soll nach Angaben der Zeugin zirka 15 bis 25 Jahre alt und rund 1,70 Meter groß sein sowie eine schlanke Figur haben. Der Mann soll schwarze, volle und lockige Haare getragen haben. Sein Aussehen beschreibt die Zeugin als „südosteuropäisch“, eher dunklerer Hauttyp. Bekleidet war er den Angaben nach mit einer schwarzen Kapuzenjacke und einer schwarzen Hose.
Die Mordkommission ist am Wochenende telefonisch zu folgenden Zeiten erreichbar: Heute bis 20 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 8 Uhr bis 20 Uhr. Die Rufnummern lauten (05121) 939512 und (05121) 939513. Außerhalb dieser Zeiten werden Hinweise unter der Nummer (05121) 939115 (Wache der Polizei) entgegengenommen.

Das 60-jährige Opfer aus Hildesheim, das Richter einer Wirtschaftsstrafkammer ist, wurde am Dienstagnachmittag durch einen Messerstich in den Rücken schwer verletzt. Mit dem Messer im Rücken konnte er noch einen Notruf absetzen. Sein Zustand gilt als stabil. Der Mann war mit mit seinem Fahrrad von Hildesheim aus kommend auf dem Nachhauseweg Richtung Borsum gewesen. Zirka 100 Meter hinter der Autobahnbrücke zwischen Hildesheim und Asel am Unsinnbach habe er einen Fußgänger überholt, der ein Messer in den Händen gehalten habe. Im Vorbeifahren habe das Opfer plötzlich einen starken Schmerz im Rücken verspürt und bemerkt, dass ein Messer in seinem Rücken steckte.