Schläge wegen 96-Fangesanges

Weil er während einer Fahrt des Hildesheimer „Nachtsbus“ „96 olé“ gesungen hat, wurde ein 21-jähriger Mann bereits am frühen Samstagmorgen des 11. März von zwei bislang unbekannten Tätern schwer verletzt.

Der 21-Jährige war mit einer 18-jährigen Bekannten auf dem Heimweg von einem Diskothek-Besuch. Gegen 4.15 Uhr stiegen die beiden in Itzum an der „Scharfen Ecke“ aus. Aufgrund seines Gesanges wurden dem jungen Mann schon während der Fahrt Schläge angedroht, sollte er nicht damit aufhören. Er soll die Drohung aber nicht beachtet haben. Nach dem Ausstieg hätten die beiden Unbekannten den 21-Jährigen angegriffen und diesen zunächst geschubst, so dass dieser hinfiel. Dann sei auf ihn eingetreten worden. Die Tritte hätten sich gegen den Kopf und Bauch gerichtet. Während der Tathandlung will die Zeugin gehört haben, dass einer der beiden Beschuldigten mit dem Vornahmen „Erik“ angesprochen wurde. Beide Männer hätten dann von dem 21-Jährigen abgelassen und seien über eine Wiese in Richtung Martin-Boyken-Ring geflüchtet. Der Schwerverletzte habe sich noch bis zum Grünstreifen begeben können, bevor er dort zusammengebrochen und zeitweise nicht mehr ansprechbar gewesen sei. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, ist inzwischen aber wieder entlassen worden. Als wichtige Zeugen fragt die Polizei nun nach den Mitfahrern aus dem „Nachtsbus“ Linie 6, die 4.05 Uhr, ab Schuhstraße in Richtung Itzum gefahren ist. Folgende Täterbeschreibungen liegen der Polizei vor: Erste Person, 18 bis 20 Jahre alt, zirka 1,85 Meter groß, blonde kurze Haare, dunkle Jacke und Jeans, dünn. Zweite Person (wurde mit Erik angesprochen), 18 bis 20 Jahre alt, zirka 1,65 Meter groß, dunkle kurze Haare (an den Seiten kürzer), dunkel bekleidet, muskulös, Drei-Tage-Bart. Hinweise nimmt die Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer (05121) 939115 entgegen.