„Unterwegs 1900 in Hildesheim“ – Eine Stadtperformance anhand von Ansichtskarten

Wann? 06.10.2010 bis 31.12.2010

Wo? Stiftung Schulmuseum der Universität, Domänenstraße, 31141 Hildesheim DE
Ansichtskarte:Gruß aus Hildesheim.
Hildesheim: Stiftung Schulmuseum der Universität |

Die neue Sonderausstellung in der Stiftung Schulmuseum der Universität Hildesheim

Das Hildesheimer Schulmuseum bietet im August und in den folgenden Monaten eine Stadtperformance von Hildesheim anhand von Ansichtskarten, dies in Fortsetzung einer früheren Ausstellung anhand von Postkarten, die auf die Hildesheimer Umgebung ausgerichtet war. Die Ausweitung der Ausstellung auf Ansichtskarten erweitert den Blick insofern, als neben den Sehenswürdigkeiten auch Gaststätten und andere Erholungsorte zur Abbildung gelangen.
Das Stadtbild, das damit in den Blick kommt, ist deshalb weiter gesteckt und nostalgischer, zumal es der historischen Linienführung der frü­heren Straßenbahn folgt. So wird man mit der Linie 1 direkt ins Herz der mittelalterlich geprägten Stadt geführt: vom Bahnhof über die Bischof-Bernward-Straße zum ehemaligen Hildesia Denkmal und schließlich zum Markt, zugleich für den Fremden garniert mit Hotels wie dem „Bremer Hof“, dem „Bayerischen“ und dem „Rheinischen Hof“.
Einer der Glanzpunkte – damals wie heute – der Marktplatz. Das Rathaus bot den Besuchern eine nostalgisierende Ausmalung mit den historischen Daten und Legenden der Stadt durch den Dresdner Kunstmaler Hermann Prell. So wird die Trambahn zum Führer in die Geschichte der Stadt mit ihrer bürgerlichen und ihrer klerikalen Bausubstanz.
Dem Wilhelminismus ist diese Entfaltung historischer Bauten ein Herzensanliegen. Auch wenn die anderen Tramlinien in neue Stadtviertel vorstießen – Linie 2 zum Galgenberg, Linie 3 in die Neustadt –, so bleibt der nostalgische Charakter der Stadtperformance doch beherrschend.
Der Kenner des alten Hildesheim wird vertraute Anblicke genießen können, die der Ansichts- und Postkartensammlung von Dr. May entstammen. Zwei kommentierende Bildbände begleiten die Ausstellung, die alle Ansichtskarten, auch die der früheren Ausstellung, abbilden.
Die Eröffnung der Ausstellung fand bereits in der Stiftung Schulmuseum der Universität Hildesheim in der Domäne Marienburg statt. Das Schulmuseum bleibt darüber hinaus bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.