Vorfreude auf einen bunten Stadtteil

Sein neues Amt trat Pastor Jochen Grön mit dem Segen früherer und zukünftiger Wegbegleiter an. Von links: Pastor Hans Christoph Hermes, Konventualin Helene Behrens, Superintendent Helmut Aßmann, Pastor Jochen Grön, Dr. Nicola Wendebourg und Chris Hasemann.

Pastor Jochen Grön in der Martin-Luther-Kirchengemeinde eingeführt

Die evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirchengemeinde in der Nordstadt und Drispenstedt hat einen neuen Pastor. Mit einem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche hat Superintendent Helmut Aßmann Pastor Jochen Grön in sein Amt eingeführt.

Er wird die Gemeinde in Zukunft gemeinsam mit Pastor Hans Christoph Hermes betreuen. Die Kirchengemeinden Martin Luther in der Nordstadt und St. Thomas in Drispenstedt haben sich im Jahr 2011 vereint.
Pastor Jochen Grön, seine Ehefrau Michaela und die Söhne Tobias und Benno richten sich zurzeit noch in der Pfarrwohnung ein.
Hildesheim und die Nordstadt sind für den 45-jährigen Pastor Grön allerdings vertrautes Terrain: Der gebürtige Hannoveraner hat in Hildesheim 1997 das Predigerseminar besucht und lebte in einer Wohngemeinschaft in der Leunisstraße. Während dieser Zeit lernte er auch seine Frau kennen, die in Hildesheim studierte.
Pastor Grön beendete jedoch seine Ausbildung zu einer Zeit, als die Kirche nicht alle Pastoren in ein Amt übernehmen konnte. So war er mehrere Jahre als sozialpädagogischer Betreuer und schließlich Niederlassungsleiter bei der FAA Bildungsgesellschaft im Cheruskerring tätig, ehe er 2002 doch noch seinen Wunschberuf antreten konnte. Er war seither Pastor in Wienhausen im Kirchenkreis Celle, wo er auch die Aufgaben eines Diakoniebeauftragten und Kirchenkreis-Jugendpastors erfüllte. Allein drei Bänke der Martin-Luther-Kirche waren bei seiner Amtseinführung mit Gästen aus Wienhausen besetzt, ein deutliches Zeichen dafür, dass man ihn nur mit Bedauern gehen ließ.
Pastor Grön ist ein begeisterter Musiker. Schon während seiner Abitur-Zeit ließ er sich zum ehrenamtlichen Kirchenmusiker ausbilden. Er spielt Klavier, Gitarre und Percussion, leitete zeitweilig einen Gospel-Chor und hat diese Liebe zur Musik besonders in der Jugendarbeit eingebracht. „Es ist toll, dies Gabe einsetzen zu können“, findet Pastor Grön.
Die zahlreichen Qualifikationen, die Pastor Jochen Grön noch nach seiner theologischen Ausbildung erworben habe, kämen seiner Gemeinde nun zugute, sagte Superintendent Helmut Aßmann bei der Amtseinführung: „Er ist ein Allrounder geworden.“ Dass Jochen Grön trotz der Umwege seinem ursprünglichen Berufsziel treu blieb, zeige außerdem: „Er muss seinen Beruf und seine Kirche lieben.“
Bei der Amtseinführung hatte Pastor Grön frühere und zukünftige Wegbegleiter an seiner Seite: Neben Superintendent Aßmann und Pastor Hermes waren das Chris Hasemann vom Kirchenvorstand sowie Helene Behrens, die als Konventualin in Wienhausen mit ihm zusammen arbeitete, und Dr. Nicola Wendebourg, Kollegin aus der gemeinsamen Vikariatszeit am damaligen Predigerseminar St. Michael in Hildesheim.
Im Anschluss an den Gottesdienst war der Martin-Luther-Gemeindesaal bis auf den letzten Platz gefüllt mit Menschen, die seine Amtseinführung mit Pastor Grön feiern wollten. Vertreter kirchlicher Einrichtungen hießen ihn in Hildesheim und der Nordstadt willkommen. Das sei ein schönes Gefühl, sagte Pastor Jochen Grön: „Ich freue mich auf diesen bunten Stadtteil.“